Gut eineinhalb Monate sind seit meinem letzten Bericht vergangen. Natürlich ist viel passiert in der Zeit und ich werde versuchen, zumindest etwas über die Highlights zu erzählen. Und dazu gehörten die Galapagos Inseln definitiv. Man wird ja oft gefragt, was einem am Besten gefallen hat- eine schier unmöglich zu beantwortende Frage- in diesem Fall relativ einfach. Nachdem Tessa und ich einige Zeit in Quito verbracht hatten, nahmen wir einen Bus nach Banos, einem gemütlichen Ort in einem Andental, wo wir uns drei Tage lang vom Großstadtleben ausruhten. Banos ist ähnlich wie San Gil in Kolumbien ein Ort, in dem viele Funsportarten wie Rafting, Paragliding, Mountainbiking etc. angeboten werden. Und an jeder Ecke gibts Masagen. Abends relaxten wir in den natürlichen Thermalquellen und tagsüber erkundedeten wir die Gegend zu Fuß oder mit Fahrrädern.
Das große Ereignis Galapagos stand aber noch bevor und deshalb fuhren wir (mit dem Bus natürlich) nach Guayaquil, der größten- aber nicht schönsten- Stadt Ecuadors. Von dort aus gibt´s die günstigsten Flüge nach Galapagos und nach einer Nacht ganz in der Nähe des Flughafens stiegen wir in den Flieger. Ca. 2 Stunden sind die Inseln vom Festland entfernt und das reicht um in eine ganz andere Welt einzutauchen.
Die Galapagos Inseln wirken wie eine Naturdokumentation in der man selbst mitspielt. Viele Tiere gibt es allerdings nicht auf der Hauptinsel Santa Cruz, sondern sind auf verschiedene Inseln verteilt. Um die Vielfalt zu sehen, muss man eine Kreuzfahrt buchen und da gibt es eine große Auswahl! 4 Tages, 5 Tages, 8 Tagestrips zu verschiedenen Inseln auf verschiedenen Booten von Holzklasse bis Luxusschiff. Es ist nicht einfach die Übersicht zu behalten aber wir entschieden uns gleich am ersten Tag spontan für ein Schiff und wurden noch am selben Abend an Bord gebracht. 8 Tage Kreuzfahrt im Naturparadies standen bevor.
Jeden Nacht während wir schliefen, fuhr das Boot eine andere Insel an und tagsüber gab es dann Landgänge, Schnorcheln, Verpflegung und vieeele Fotos. Unser Guide, Ivan, war ein kautziger aber recht witziger Typ und erklärte und vieles über die Inseln und Tiere. Ihr werdet euch die Bilder anschauen und das ist auch gut so, denn ich könnte sicherlich keine vollständige Liste der Tiere, die wir gesehen haben, erstellen. Aber hier mal das, was mir spontan einfällt: Seelöwen, Fellrobben, Fregattvögel, Blaufußtölpel, Rotfußtölpel, Galapagosmöwen, Tropische Vögel, Pelikane, Albatrosse, Darwinfinken, Land- und Meeresiguanas, Riesenschildkröten, Pinguine, Eidechsen, Delfine, Orcas, Rochen, Haie, unzählige Korallenfische, … es war unglaublich. Und an die meisten Tier konnte man bis auf wenige Schritte herangehen, da diese sich nicht fürchten.
Mit dem Schiff und der Crew waren wir auch zufrieden, das Essen und der Service waren gut. Dennoch, nach 8 Tagen auf dem Meer waren wir dann auch wieder froh, festen Boden unter den Füßen zu haben, und vor allem in einem nicht wankenden Bett schlafen zu können.
Nach zwei weiteren Tagen in Puerto Ayora flogen wir zurück aufs Ecuadorianische Festland, mit mindestens einem weinenden Auge. Bilder in der Galerie!

