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3,2,1…einfachmalweg – ein Reiseblog

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  • Bolivien – Dschungeltour

    Aug. 2nd 2012

    By: skywalker83

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    Immer noch in Rurrenabaque, zurück von der Pampas Tour. Entscheidungen zu treffen fällt mir ja grundsätzlich nicht immer ganz leicht, deshalb war ich dann im Endeffekt froh, das die Airline Tam meine Reservierung für den Rückflug nach La Paz verschlampt hatte und ich weitere 5 Tage auf den nächsten verfügbaren Flug warten musste. So war es nämlich ziemlich eindeutig, dass ich auch noch eine Tour in den Regenwald/Dschungel oder eben Spanisch „Selva“ buchen würde. 5 Tage in Rurre rumzusitzen wäre dann doch etwas öde gewesen.

    Diesmal buchte ich meinen Flug fix und machte mich dann auf die Jagd nach der besagten Dschungeltour. Im Endeffekt entschied ich mich für die Veranstalter „Mashaquipe“, da diese mehrfach empfohlen wurden, unter anderem aufgrund von umwelfreundlichen Methoden, einheimischer Guides und da sie die Einnahmen an die einheimischen Gemeinden weiter geben.

    Der Zeitrahmen war wieder der gleiche, 3 Tage, 2 Nächte. Diesmal wurde uns eine lange Jeep Fahrt erspart, wir stiegen direkt beim Fluss „Beni“ auf das Boot, welches uns erst mal an den Eingang des „MADIDI NATIONAL PARKS“ brachte, wo wir unser Ticket kaufen mussten. Sowas ist in der Regel nicht im Preis enthalten.

     

     

     

     

     

    Wenig später hielten wir erneut, um eine der besagten einheimischen Gemeinden im Dschungel zu besuchen. Uns wurde gezeigt, wie aus Zuckerrohr Saft gewonnen wird und zu einer Art Limonade verarbeitet wird. Wir durften die Presse auch einmal selbst bedienen und unser eigenes Zuckerwasser herstellten.

    Ca. 2 Stunden später flussaufwärts kamen wir an der Lodge an, wo unser Gepäck ausgeladen wurde und wir unsere Zimmer bezogen. Schon erstaunlich, wieviel Luxus man auch in solch abgelegen Orten finden kann. Alles für die Touris eben. Es gab nette Bungalows mit Betten, Moskitonetzen, richtige Toiletten und Duschen. In der wunderschönen Anlagen fand sich auch der Speisesaal, nennen wirs mal so, und eine gemütlich Relaxecke, welche aus zwischen Bäumen gespannten Hängematten bestand.

    Am ersten Tag gabs dann gleich unseren ersten Spaziergang durch den Regenwald. Anders als in den Pampas ist es wirklich nicht einfach, Tiere zu sehen, da der Wald schon sehr dicht ist. Dafür erklärte uns unser sehr sympathischer Guide vieles über die Planzen und Bäume und für welche medizinischen Zwecke diese verwendet werden. Er konnte außerdem nach eigener Aussage 40 Tierlaute nachmachen. Ein paar hat er uns auch vorgeführt und direkt ein paar Kapuziner Affen angelockt. Als diese nahe genug waren, um ihren Irrtum zu bemerken, zogen sie verärgert ab. Ziemlich witzig.

    Die Verpflegung war mal wieder sehr gut, wobei tendenziell fast zu vielseitig, so dass die Verdauung kaum hinterher kommt. Aber besser mal keine Details.

    In der ersten Nacht schliefen wir im Camp, in der zweiten zelteten wir im Dschungel. Gekocht wurde dann quasi überm Lagerfeuer. Ein tierisches Highlight gab es allerdings doch: An einem Aussichtspunkt hoch über dem Regelwald konnten wir einige Papageien beobachten, auf einem Baum sitzend und im Flug über die Baumkronen.

    Am letzten Tag bauten wir zusammen mit dem Guide noch ein Floss mit dem wir dann von unserem Camp zurück zur eigentlichen Lodge trieben.

    Zum Schluss wurde noch tradioneller Schmuck aus natürlichen Objekten wie Nüssen hergestellt. Ziemlich beidruckend, was die Jungs da so hinkriegen. Habe die Halskette allerdings dann gleich am nächsten Tag irgendwo verloren- tja, typisch.
    Insgesamt hat sich der Trip dann auch sehr gelohnt, da er anders als die Pampas war und dennoch auf andere Weise interessant.

    Zurück in Rurrenabaque hatte ich dann nochmal 1,5 Tage Zeit bis zu meinem Rückflug nach La Paz. Mehr Bilder von der Tour bei Picasa!

  • Bolivien – Pampas Tour

    Juli 27th 2012

    By: skywalker83

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    Nach meinen relaxten 2 Wochen in Sucre war´s mal wieder an der Zeit zu reisen und ich nahm den Nachtbus mit Heizung und Wolldecken nach La Paz. Und tatsächlich war es eine der angenehmsten Fahrten bisher. Der sogenannte „Full Cama“ Sitz ließ sich komplett waagrecht zurückklappen und die Kälte kam auch nicht so durch. So kam ich einigermaßen erholt in der Hauptstadt an. Mein Aufenthalt dort war jedoch nur von kurzer Dauer, mit nem Taxi lies ich mich zum Militärflughafen der nationalen Airline „Tam“ fahren und wartete dort immerhin noch 3 Stunden auf meinen Flug nach Rurrenabaque, auch der Einfachheit wegen „Rurre“ genannt. Nach ca. 1 Stunde durchbrach die Propellermaschine die Wolken und unter uns breitete sich das grüne Amazonasgebiet aus. Von ca. 3600 (La Paz) auf ca. 250 Höhenmeter – endlich wieder Luft zum Atmen! Zum Vergleich: Die Busstrecke von La Paz nach Rurre ist eine der längsten und auch gefährlichsten in Bolivien. Von 18 bis zu 38 Stunden kann die Schaukelei entlang der Berghänge je nach Wetter dauern. Ich nehm gleich mal vorweg, dass ich mir auch einen Rückflug gegönnt habe.

    Rurre liegt mitten im Regenwald, am Fluss Beni gelegen. Die Kleinstadt ist für die Touristen das Tor zum berühmten „Madidi“ National Park und zu den sog. Pampas. Letztere eignen sich perfekt um Tiere zu beobachten, da es nicht so viele Bäume wie im eigentlichen Regenwald gibt, die einem die Sicht auf die Fauna versperren. Der Trip in den Regenwald beinhaltet mehr Pflanzenkunde und die allgemeine Dschungelatmosphäre. Tiere gibts mit etwas Glück aber auch zu sehen. Ein typischer Trip dauert jeweils 3 Tage und 2 Nächte und man hat mal wieder die Qual der Wahl zwischen den verschiedenen Anbietern.

    Leider ärgerte mich mein Magen mal wieder etwas, weshalb ich sicherheitshalber nochmal zwei Tage in der Stadt blieb- der Dschungel ist nämlich einer der letzten Orte, an dem man krank sein möchte. Muss ja mal an der Stelle sagen, dass in Bolivien kaum einer verschont bleibt, früher oder später kriegt der Körper dann doch mal zuviele Bakterien ab. Mir gings aber noch rel. gut, habe einige andere Reisende getroffen, die es schlimmer und länger erwischt hat und die lokalen Ärzte geizen dann auch nicht mit Antibiotikarezepten.

    Doch dann war ich wieder fit und es ging erst mal auf in die Pampas mit „Dolphin Tours“. Unser Guide Marciello war ein Einheimischer und seit 17 Jahren Guide, und kannte die Gegend daher wie seine Westentasche. Die Gruppe war sehr nett, ein Amerikaner, ein Neuseeländisch/Amerikanisches Päärchen und ich. Erst mal gings mit nem Jeep drei Stunden lang über ne Holperpiste zu unserem Boot, sowas wie ein langes Kanu. Über ein Flusslabyrinth wurden wir dann gekonnt zur Unterkunft manövriert. Auf dem Weg sahen wir gleich einige Kaimane, Vögel und Affen… Die Lodge war mehr als ausreichend; Betten mit Moskitonetzen, richtige Toiletten und Duschen (natürlich Kaltwasser) und das Essen war wirklich sehr gut. In den nächsten 2 Tagen gingen wir auf diverse Erkundungstouren mit dem Boot, auf denen wir abgesehen von oben genannten Tieren noch Kapibaras und Tucane sahen. Einmal wurde eine Nachtfahrt eingelegt, auf der wir den Kaimanen mit unseren Taschenlampen in die Augen leuchten durften und ich sah den vielleicht hellsten Sternenhimmel auf meiner gesamten Reise bisher.

    Das Highlight darf ich nicht vergessen, die rosa Flussdelfine. Diese freundlichen Algenfresser verdanken ihre rosa Schnauze und Schwanzflosse den.. ja genau, den Algen! Es war wirklich was besonderes, diese Tiere vom Boot aus zu beobachten UND einmal mit ihnen zu schwimmen. Das Schwimmen mit den Delfinen hat einen besonderen Vorteil: Die Piranhas haben Angst und kommen einem deshalb nicht zu nahe. In den Fuß gebissen wurde ich dann trotzdem noch und zwar von den Delfinen höchstpersönlich. Dass es in diesem Gewässern Piranhas gibt, wurde dann auch noch bewiesen, mit nichts geringerem als Rindfleisch gingen wir fischen und fingen auch genügend fürs Abendessen. Vor allem unser Guide… Am letzten Tag stapften wir dann noch Gummistiefeln durchs hohe Graß um Anacondas aufzuspüren- leider ohne Erfolg. Naja, spannend wars trotzdem. Dann wurden wir wieder zurück nach Rurrenabaque gebracht und wir gönnten uns alle erst mal ein üppiges Abendessen zur Feier unserer Rückkehr. Bilder hab ich bei Picasa reingestellt, der Bericht meines Regenwald Trips folgt noch.

  • Bolivien – Sucre

    Juli 24th 2012

    By: skywalker83

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    Ich bräuchte wirklich einen persönlichen Assistenten für mein Blog, ich komm einfach nicht hinterher. Aber wenigstens bin ich diesmal nur ca. 2 Wochen hinterdran.

    Sucre ist eigentlich fast zu idylisch für Südamerika. Ist jetzt nicht böse gemeint, aber es ist einfach so! Man fühlt sich sicher, man kann Nachts alleine rumlaufen, es gibt Studentenbars und die Einheimischen sind ungewohnt freundlich. Das Wetter spielt auch meistens mit. Im Endeffekt habe ich mich zwei Wochen ausgeruht, habe nicht besonders viel gemacht. Zumindest nicht viel herumgereist. In der ersten Woche habe ich allerdings einen weiteren Spanischkurs gemacht, jeden morgen 7:30 aufgestanden! 🙂 Hat auch Spaß gemacht, wobei der Kopf dann nach sieben Tagen am Stück auch mal irgendwann voll ist und somit hab ich mir dann noch ein paar Tage ausschlafen gegönnt. Der Markt in Sucre hatte es mir vor allem angetan. Normalerweise bin ich ja kein Früchte-Junkie aber in dem Fall musste ich mir schon täglich meinen Obsalat holen. Schmeckte einfach zu gut und war extrem billig. Um mein Kulturhäkchen machen zu können, hab ich dann noch ein Museum und den örtlichen Friedhof besichtigt. Bilder hab ich hochgeladen, sind aber weniger interessant. Aber so ist das halt, wenn man ne Weile an einem Ort bleibt 🙂

  • Bolivien – Uyuni und die Salzwüste

    Juli 11th 2012

    By: skywalker83

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    Mit dem Nachtbus gings von La Paz nach Uyuni, gute 10 Stunden durch eisige Kälte und holprige Wüste. Die schlimmste Busfahrt bisher vor allem wegen der Temperaturen. Als wir morgens um 5 Uhr in Uyuni ankamen, mussten wir noch 2 Stunden im Bus sitzen bleiben, da um diese Uhrzeit noch gar nichts draußen los ist. Die Scheiben waren gefroren, Uyuni ist eine der kältesten Orte auf diesem Planeten- da halfen auch die Decken nichts.

    Uyuni selbst ist wie gesagt ein unwirtlicher Ort mit Frostbeulengarantie, übersäht mit Italienischen Restaurants für die Touris und zahlreichen Agenturen, welche die Reisenden buchstäblich in die Salzwüste schicken. Ein Standardtrip dauert 3 Tage, 2 Nächte, ist ebenfalls sehr kalt sobald die Sonne verschwindet, aber jeden Cent wert dank der spektakulären und bizarren Landschaften, die man zu sehen bekommt.

    Direkt am gleichen Tag sind wir noch los, Tessa und ich teilten uns den Jeep mit dem Fahrer, Guide und einer Koreanischen Familie.

    Am ersten Tag besuchten wir einen Eisenbahnfriedhof und danach das Highlight: die Salzwüste, die früher mal ein Ozean war. Unwirklich, fast schneeartig breitete sich die riesige weiße Fläche vor uns aus. Wir kletterten auf einer von Kakteen übersääten „Insel“ herum, faszinierende Aussichten von oben…

    In der ersten Nacht gingen die Temperaturen noch, in der zweiten wars trotz zig-Lagen Klamotten und 4 Decken kalt. Die Behausungen waren auch nur einfache, aus Salzblöcken gebaute Häuser ohne jegliche Heizung. Das Essen war prinzipiell in Ordnung- die heiße Suppe obligatorisch. Jeden Tag gab es andere Landschaften zu sehen, am zweiten stand eine Lagune mit Flamingos im Vordergrund. Am dritten Tag auch nochmal farbige Lagunen, Geysire auf 5000 Meter Höhe und Wüstenlandschaft mit schneebedeckten Bergen und Vulkanen. Die Koreaner wurde am Ende des Tages Nahe der Chilenischen Grenze abgesetzt und sie fuhren mit dem Bus weiter. Achja, davor gabs noch ein lange ersehntes Bad in natürlichen heißen Quellen direkt nach Sonnenaufgang.

    Am Abend des dritten Tages waren wir nach mehrstündiger Jeepfahrt wieder zurück in Uyuni und erfreuten uns einer laumwarmen Dusche in einem eisigen Hostel. Wir blieben sogar noch zwei weitere Nächte dort um uns das Deutschland-Italien Spiel anzuschauen. Naja.

    Am Tag nach dem Spiel musste Tessa um 6 Uhr morgens auf ihren Bus. Sie hatte noch eine Woche Zeit bis zu ihrem Rückflug nach London. Für sie gings in Richtung Argentinien, Iguazu Fälle, dann Rio de Janeiro. THANKS FOR 4 PERFECT MONTHS AND CU IN SEPTEMBER!

    Zum ersten Mal seit vielen Wochen war ich wieder alleine unterwegs und stieg ein paar Stunden später ins Flugzeug nach Sucre, da ich mir die Busfahrt nicht antun wollte. -> viele Bilder von der Tour in der Galerie

  • Bolivien – La Paz

    Juli 11th 2012

    By: skywalker83

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    Von Copacabana fährt man ca. 4 Stunden im Bus nach La Paz. Spektakulär ist der Moment, wenn man die Stadt zum ersten Mal von oben sieht, sobald man über den Pass gerumpelt kommt. Ein riesiges Häusermeer breitet sich vor einem aus. Dennoch: Wir blieben nur eine Nacht in der Hauptstadt, da Tessa langsam die Zeit ausging und wir zusammen noch die Salar de Uyuni Tour im Südwesten des Landes machen wollten. Deshalb kann ich nicht wirklich viel über La Paz sagen, der erste Eindruck war ok, etwas hektisch, typisch Großstadt eben. Wir besuchten noch den „Witches Market“, also quasi den Markt der lokal ansässigen Hexen, wo natürlich viel Klamotten aber auch Zauberhokuspokus verkauft wurde. Besonders makaberes Highlight: Ausgestopfte Exemplare von ungeborenen Alpacas (Lama ähnliche Tiere).

    Da ich so gut wie keine Bilder in La Paz gemacht habe, erspare ich mir, ein Album dafür zu erstellen 🙂

  • Bolivien – Copacabana

    Juli 11th 2012

    By: skywalker83

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    Nach Peru freuten wir uns auf das günstigste Land Südamerikas und überquerten Ende Juni die Grenze nach Bolivien. Noch auf der Peruanischen Seite fuhren wir mit dem Bus am Titicaca-See entlang, dem höchsten befahrbaren See der Welt auf 3880 Metern Höhe. Stahlblau und friedlich liegt er dort und macht mit der wunderbaren Landschaft drumherum dem Bodensee Konkurrenz.

    Unser erster Stop in Bolivien war die Grenzstadt Copacabana, nicht zu verwechseln mit diversen Stränden in Brasilien. Dort fanden wir unsere beste Unterkunft überhaupt bisher. Ein „Hostel“ mit diversen einzelnen Themen-Apartements direkt auf den Berg gebaut mit perfektem Blick auf den See. Kamin drinnen, heißer Whirlpool draußen liesen uns die Abends und vor allem Nachts ziemlich kühlen Temperaturen vergessen.

    Die Stadt selbst ist gemütlich und bot gleich eine der attraktivsten Seiten Boliviens- gutes billiges Essen. Gegrillter Fisch mit Kartoffeln, Reis und Salat für ca. 1 Euro, da kann man nicht meckern. Zwei sehr gemütliche Tage verbrachten wir dort bevor wir den Bus in die Hauptstadt La Paz nahmen. Mehr Bilder wie immer in der Galerie!

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