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3,2,1…einfachmalweg – ein Reiseblog

Singapore – Australia – New Zealand – Fiji – Hawaii – Panama – Colombia – Ecuador/Galapagos – Peru – Bolivia – Argentina – Brazil

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  • Ecuador – Quito

    Mai 24th 2012

    By: skywalker83

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    Anfang des Monats überquerten wir die Grenze von Kolumbien nach Ecuador. Unsere restlichen Pesos haben wir trotz Bedenken bei einem netten Herrn auf der Straße gewechselt. Natürlich hatte der einen manipulierten Taschenrechner und hat uns zu wenig ausgerechnet und rausgegeben. Danke meiner Künste im Kopfrechnen sind wir aber drauf gekommen und haben ihn zur Rede gestellt. Überraschenderweise zeigte sich der Gauner kooperativ und gab uns die fehlenden Dollars. Ja, in Ecuador ist US-Dollar inzwischen offizielle Währung- genau wie auch in Panama. Das Land gefällt uns ansonsten bisher sehr gut und wir haben viel Zeit in der Hauptstadt Quito verbracht. Für mich die schönste Stadt in Lateinamerika bisher! Viel Geschichte, historische Gebäude und wunderschön in die Anden eingepasst liegt diese Metropole auf 2850 Metern ü.d.M. Ich habe mir 5 Tage Spanisch Kurs gegönnt, Tessa war in der Zeit auf einer Dschungel Tour. Während dieser Zeit habe ich bei einer Gastfamilie gewohnt, eine Künstlerfamilie, Puppenspieler um genau zu sein. Und um noch genauer zu sein, habe ich nur Malek kennen gelernt, ein netter Kerl, 2 Jahre älter als ich- und typisch Künster- ziemlich durchgeknallt. Hatten aber ne witzige Zeit und haben jeden Tag zusammen gekocht, ich hatte meine eigenes Zimmer und Bad. Meinem Spanisch hat es auch etwas geholfen.

    Als Tessa aus dem Dschungel zurückkam, haben wir noch bis Samstag gewartet,  ihren Geburtstag in Quito gefeiert und das bescheuerte Champions League Finale geschaut. Die Equator Linie haben wir auch noch besucht, dort gibt es ein großes Denkmal- achja, und mein Vollbart wurde spontan abrasiert!

    Dann gings aber weiter nach Banos, einem recht gemütlichen Ort in den Anden, sehr touristisch allerdings ähnlich San Gil in Kolumbien. Rafting, Paragliding, Zip Lining, Mountain Biking und vieles mehr… Am ersten Tag haben hier uns einen kleinen benzinbetriebenen Buggy gemietet und sich damit rumgefahren. Der zweite Tag war ziemlich verregnet aber zum Glück gibts in Banos einige Thermalbäder mit natürlich heißem Wasser direkt aus der Erde dank des nahe gelegenen Vulkans. Am dritten Tag haben wir eine Radtour durch die Berge gemacht- traumhaftes Wetter und Panorama.

    Inzwischen sind wir in Guayaquil angekommen, wir haben morgen unseren Flug auf die Galapagos Inseln! Das wird ein weiteres Highlight werden, freuen uns sehr darauf. Mehr Bilder aus Quito & Banos werden noch folgen (ein paar sind schon online bei Picasa), im Moment ist das I-net leider zu lahm 🙂

  • Kolumbien von Nord nach Süd

    Mai 15th 2012

    By: skywalker83

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    KolumbienEtwas länger als 4 Wochen waren wir in Kolumbien. Wie die Zeit vergangen ist… mal wieder. Unser Weg hat uns von Cartagena über Santa Marta in den Tayrona National Park geführt, von dort aus nach San Gil, wo wir unter anderem Paragliding ausprobiert haben, anschließend gings in die Hauptstadt Bogota. Dort wohnten wir ein paar Tage bei meinem Freund Timon und seiner Freundin Johanna. Weiter gings mit dem Bus (alles wird hier mit Bus gemacht) nach Manizales und dann schnell nach Salento. Dort gabs eine sehr schöne Wanderung, Schweizer Panorama inklusive Kühe, allerdings mit riesigen Palmen und einer Kolibri-„Farm“. Und dann gings nach Cali, der „Salsa-Hauptstadt“. Anschließend stand San Agustin auf dem Programm, dann Popayan und zum Schluss die Grenzstadt Ipiales.

    Kolumbien ist wild, ursprünglich, Menschen verkaufen Süßigkeiten auf der Straße, das Essen ist deftig, es gibt frisch gepresste Säfte überall, es kann nach Abgasen riechen, die Landschaft der Anden ist atemberaubend und die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit. Man merkt, dass das Land große Fortschritte gemacht hat, vor allem und auch was das Thema Sicherheit angeht. Wir hatten nie ernsthafte Probleme und haben uns grundsätzlich sehr wohl gefühlt.

    Cartagena hält, was es verspricht. Architektur im Spanischen Kolonialstil, Hafenstadtatmosphäre und alles, was das Touri-Herz begehrt. Inklusive erhöhter Preise. Wobei man sagen muss, dass sich für jeden Geldbeutel etwas finden lässt.

    Cartagena AltstadtWenn man nach dem Besuch beim ehem. Kloster und Aussichtspunkt über der Stadt und anschließendem Spaziergang auf den Mauern der Altstadt müde und hungrig ist, kann man sich aussuchen, ob ein Abendessen umgerechnet 30 oder 3 Euro kosten soll. Ich kann sagen, das für 3 Euro war ganz ok! Normalerweise gibt es in ganz Kolumbien für diesen Preis vor allem Mittags eine ordentlich Mahlzeit, inkl. Suppe, Fleisch, Kartoffeln/Reis, Linsen, manchmal Gemüse oder ein bischen Salat als Garnitur. Wenn man dann genug davon hat und Abwechslung braucht, lässt sich häufig auch Pizza, Pasta und Burger finden. Allerdings schon deutlich weniger als bei uns.

    Nachdem wir uns ins Cartagena von der 6 Tages-Segeltour erholt hatten, stiegen wir in den Bus Richtung Santa Marta. Dort schliefen wir zwei Nächte, da ich kurzzeitig Probleme mit dem Magen bekommen hatte. Komischerweise nach einem selbstgekochten Essen 🙂 war aber nicht weiter schlimm und dann gings in den Tayrona Park. Zwei Nächte in der Hängematte… viel Strand, viel Dschungel, eine längere und ziemlich anstrengende Wanderung zu den Ruinen einer Inkastadt.Tayrona Park

    In Kolumbien kann man fast überall Pferde mieten, wenn man nicht selber laufen will. Tessa und ich sind aber beide nicht gerade Pferdeliebhaber. Dennoch muss man immer wieder ausweichen, wenn einen andere Touris auf Gäulen überholen wollen. Da es keine Supermärkte im Park gab, haben wir vorgesorgt und uns reichlich mit süßem Brot und Thunfisch eingedeckt! Der Park ist ein Naturparadies, das kann man schon so sagen, dennoch war ich froh, als wir dann wieder zurück in Santa Marta waren, warme Dusche und Subway (Sandwich) inklusive.

    Zum Thema Bus in Kolumbien: Der ist neben dem Flugzeug das einzige Verkehrsmittel um von A nach B zu kommen. Auto mieten ist hier nicht wirklich üblich. Und das Land ist sehr groß. Busfahrten um die 8-10 Stunden sind nichts ungewöhnliches. Und davon hatten wir auch einige. Die meisten Busse sind recht komfortabel, die Straßen sind allerdings manchmal holprig und vor allem kurvig. Kein Wunder, wenn man durch Anden fährt. Die Busfahrer sind Hobby-Rennfahrer und so braucht man schon immer wieder mal einen starken Magen und gute Nerven. Aber es geht ja dann doch immer alles irgendwie gut! Nach Möglichkeit nimmt man auch mal einen Nachtbus und spart sich so eine Nacht im Hostel und „verschwendet“ keinen Tag mit der Fahrt. Wobei das schon auch Spaß machen kann- Kolumbien hat wunderschöne Landschaften und wenn es mal nicht wackelt, kann man auch gut was lesen oder Spanisch lernen. Unterhaltung gibt es auch durch die vielen Einheimischen, die ständig in den Bus steigen und Schmuck, Snacks und Getränke verkaufen. Geröstete Ameisen gelten auch als Snacks. Ab und zu kommt auch mal jemand rein, führt was vor und will dann Geld dafür.

    ParaglidingSan Gil ist eine recht beschaulich und dennoch die selbsternannte Extremsport-Hauptstadt Kolumbiens. Angeboten wird: Rafting, Biking, Canyoning, Paragliding… letzteres haben wir gemacht! Ein ca. 25 minütiger Flug in den Anden, die Aussicht war traumhaft. Es hat etwas Mut gebraucht – vor allem wussten wir auch nicht wirklich, wie es funktioniert. Wir wurden einfach an unseren Guide gebunden und der gab dann irgendwann das Zeichen, dass wir losrennen sollen. Das Fliegen hat er dann zum Glück übernommen und es war sehr friedlich.

    Bogota ist riesig. Über 8 Millionen Einwohner. Wir besuchten Timon und seine Freundin Johanna und wohnten für ein paar Tage bei ihnen. Abgesehen vom neuen Stadtzentrum und der Altstadt haben wir die unterirdische Salzkathedrale etwas ausserhalb besichtigt und uns Bogota von oben angesehen. Wie? Ganz einfach- mit der Gondel nach oben gefahren zum Aussichtspunkt Monserate.Bogota, 8 Mio Einwohner
    Johanna hat eine Stiftung für Kinder in einem ärmeren Viertel Bogotas, quasi eine Art Kindergarten. Wir waren einen Tag lang dabei und haben uns die Einrichtung angeschaut, mit den Kindern gespielt und versucht, bei den Hausaufgaben zu helfen so gut es eben ging mit unserem Spanisch.

    Nach Bogota gings für uns wieder in ländlichere Regionen, die sog. „Zona Cafetera“, wo Kaffee angebaut wird. Landschaftlich sehr schön. Der einzig nennenswerte Ort ist Salento, ein gemütliches Dorf, mittlerweile allerdings vom Tourismus erschlossen, bietet nette Cafes und gute Restaurants. Bilder der Wanderung nahe Salento gibts in der Galerie.mystic Colombia

    Nein! Wir haben nicht getanzt in Cali. Auch wenn Salsa überall angeboten wird. Zu Wenig Zeit. Und ehrlich gesagt auch zu wenig Lust… momentan zumindest 🙂
    Wir probieren natürlich auch immer wieder die lokale Küche aus. Ein Highlight in Cali: Gefüllte, fritierte Teigbälle, innen Hackfleisch, Kartoffeln, Ei und Reis. Also so ziemlich alles, was Kolumbianische Küche so verwendet. Lecker in dem Fall – und billig! Immer schmeckts aber nicht so gut, man muss sich einfach durchprobieren.

    Nach einer verrückten 8 Stunden Busfahrt über eine größtenteils extrem holprige Stecke konnten wir uns in San Agustin von den berühmten Steinstatuen ein Bild machen. Naja, ehrlich gesagt hatten wir etwas mehr erwartet. Die Landschaft selbst war allerdings mal wieder spektakulär. Witzig: In userem Hostel wurde uns noch ne „Koks-Tour“ angeboten- für ca. 65 Euro hätten wir zuschauen können, wie etwas Kokain hergestellt wird und hätten auch genau 1 Gramm behalten dürfen. Verlockend, aber wir haben dann doch abgelehnt!

    Kirche in Grenzstadt Ipiales

    Die gleiche Holperstrecke 8 Stunden zurück und dann erst mal zwei Nächte in Popayan in einem schönen Hostel relaxt, Chinesisch gegessen und auf die Reise Richtung Ecuador vorbereitet. Bis zur Grenzstadt Ipiales warens dann auch nochmal 7 Stunden oder so, ich weiß es schon gar nicht mehr- dort gabs noch eine Kirche zu sehen, die in eine Schlucht hinein gebaut wurde. Und am nächsten Tag überquerten wir dann die Grenze nach Ecuador- das ist aber eine andere Geschichte…

  • Segeln nach Cartagena

    Apr. 12th 2012

    By: skywalker83

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    Seit 4 Tagen bin ich nun in Kolumbien. Der Segeltrip auf „Cleos Angel“ war ein tolles Erlebnis. Wie erwartet 6 Tage, 5 Nächte von Panama nach Kolumbien.Die Crew Wir hatten es wirklich gut erwischt. Tessa und ich (sie kommt aus London, wir reisen jetzt seit ca. 1 Monat zusammen), dann noch Jodi und Bas, ein Päärchen aus Holland, und die Crew. Genauer gesagt Captain Frank und seine Frau Claudia. Beide aus Deutschland 🙂 Insgesamt also 6 Personen auf dem sehr geräumigen Katamaran, Privatkabinen, funktionierende Toiletten, alles sauber- für ein Boot also Luxusverhältnisse.

    Von Portobello aus gings dann zu den San Blas Inseln, wo wir 3 Tage verbracht haben. Jeden Tag an ein, zwei verschiedenen Inseln. Es gibt ja anscheinend 365 verschiedene!! Einheimisches SegelbootQuasi für jeden Tag im Jahr eine. So lange waren wir aber dann wie gesagt doch nicht unterwegs sondern mussten uns mit etwas weniger begnügen. Das Wetter war schön, kein Wind, somit keine Wellen und wenig Geschaukel. War uns ganz recht. Die Sonne kam auch immer wieder raus und leuchtete das türkisblaue Wasser der Karibik für uns aus. Schnorcheln war gut, schwimmen, essen, faulenzen. Viel mehr gabs nicht zu tun aber das sollte ja auch so sein! Ein kulinarisches Highlight waren sicher die frisch gefangenen Hummer, welche von Frank und Bas (beide gelernte Köche) perfekt in selbstgemachter Knoblauchbutter gebacken wurden. Unglaublich gut und billig! 🙂

    Die Überfahrt von San Blas nach Kolumbien dauerte dann 30 Stunden, das hat sich natürlich schon etwas hingezogen und wir mussten auch noch abwechselnd Wache halten bzw. das Boot steuern alle zwei Stunden. Ok, das hat  etwas geschlaucht aber ging ganz gut im Endeffekt und dank Tabletten wurde auch keiner wirklich seekrank. Zumindest nicht für lange Zeit. Am letzten Tag hat uns dann noch gut ein Dutzend Delfine begleitet, sozusagen der perfekte Abschluss. Am Ende waren wir alle zufrieden aber auch froh, dass wir wieder festen Boden betreten konnten- so ein Leben auf dem Schiff wäre halt doch nichts für mich. Fotos vom Trip sind jetzt online!

    Was wir bisher von Kolumbien gesehen haben, hat uns gut gefallen, man darf gespannt sein…

  • Nach 4 Wochen Panama aufs schwimmende Luxushotel

    März 31st 2012

    By: skywalker83

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    Meine letzten 3 Tage in Panama sind angebrochen. Am 2.4. geht es auf den Segelkatamaran „Cleos Angel“. Die Reise wird 6 Tage und 5 Nächte dauern und führt uns von Porto Bello, Panama nach Cartagena, Kolumbien. Endlich nach Südamerika!

    Der Segeltörn verspricht ein absoluter Luxustrip zu werden, sofern alles gut geht- wir hoffen natürlich auf Sonne, Sonne und nochmals Sonne. Und bitte kein Sturm und viel Geschaukel, seekrank werden muss nicht sein.
    Captain Frank und seine Frau Claudia, beide aus Deutschland, sind erfahrene Segler und Besitzer des Bootes. Die Bilder sehen vielversprechend aus und ich hoffe auf gute deutsche Küche 🙂

    Auf der Reise werden wir uns 3-4 Tage bei den San Blas Inseln aufhalten, schnorcheln, tauchen, schwimmen, am Strand und auf dem Boot faulenzen. Die eigentliche Überfahrt nach Kolumbien wird dann ca. 2 Tage dauern.

    Hier der Link zur Website des Bootes:

    http://www.cleos-charter.de

    Ich werde mich nach dem Trip melden und berichten!
    Bis dahin… sonnige Grüße aus Panama City

  • Panama (City)

    März 25th 2012

    By: skywalker83

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    Flight to Panama CityVorbereitungen im Flieger...Nach ca. 19 Studen Reise (11 Stunden Flüge plus 8 Stunden Transfer- und Wartezeiten) kam ich also in Panama Stadt an. Eigentlich machen mir lange Reisen rel. wenig aus. Im Flugzeug schaut man einen Film, unterhält sich mit dem Nachbarn oder träumt vor sich hin (darin bin ich ja sowieso schon immer Experte gewesen 🙂 ). Einzig die Phasen, wenn man richtig müde ist und nicht schlafen kann, nerven dann doch etwas und man wünscht sich ein richtiges Bett.

    1000g Carne (Hackfleisch)
    Aber egal, zum ersten mal Lateinamerikanischen Boden betreten und gleich am Flughafen und anschließend am Taxistand gemerkt, dass die Sprache hier wohl die größte Hürde werden wird.

    Habe es aber dann doch geschafft, dem Taxifahrer den Zettel unter die Nase zu halten, auf dem die Adresse meiner Unterkunft stand, und kam somit ohne größere Probleme ans Ziel. Mein Gastgeber, Ramses, war wirklich sehr nett. Ein ruhiger Typ, 45 Jahre alt, Junggeselle. Abgesehen von mir war noch ein anderer Couchsurfer da, Daniel aus Brasilien. Ramses hat erzählt, er hat fast immer Gäste. Er arbeitete in einem Büro ganz in der Nähe, ging morgens früh aus dem Haus und kam Abends wieder. Normale Bürozeiten eben. Wir durften aber die ganze Zeit über in der Wohnung bleiben und hatten jeweils einen Ersatzschlüssel für die Wohnung- wirklich sehr praktisch. Das ganze war sowieso mehr wie ein Hotel. Das Gästezimmer war mit 2 vollwertigen Betten ausgestattet, nix Couch oder so 🙂 Und zum Dank wird dann auch mal 1 KG Hackfleisch gekocht 🙂Panama City

    Am zweiten Tag hab ich dann zum ersten Mal Panama City erkundet. Habe mich in eine riesige Shopping Mall fahren lassen, dort bei Subway Mittag gegessen, dann noch über einen Markt in der Stadt gelaufen. Panama Armbändchen und Trauben gekauft. Naja, weniger spektakulär. Was direkt auffällt, die Stadt ist ziemlich laut, das kommt natürlich vor allem von den alten amerikanischen Autos, die einfach einen Höllenlärm machen. Vor allem die Busse, welche hier „Diablo Rojo“ (Roter Teufel) genannt werden, hören sich an wie ein startendes Flugzeug. Trotzdem muss man mal damit gefahren sein, vor allem weil es auch das billigste Transportmittel ist. Und man hat gute Chancen, der einzige Ausländer im Bus zu sein. Wir sprechen hier übrigens von ehemaligen Schulbussen aus den USA, die gelben, hat jeder schon mal in diversen Filmen gesehen. Gelb sind sie hier aber nicht mehr, sondern ziemlich kreativ und bunt bemalt. Ganz witzig eigentlich.

    Ja und dann kam endlich der Herr Schlicht an. Dominik, ein Freund von mir aus Köln, kam für 10 Tage zu Besuch. Leider gab es ein Problem mit seinem Flugzeug, weshalb er 1 Tag in Atlanta fest saß. Aber dann… Panama City, Bocas del toro, Boquete. Das waren unsere gemeinsamen Stationen. In der Hauptstadt natürlich erst mal das Pflichtprogramm absolviert, Besuch am Panama Kanal. Zugeschaut, wie ein großer Frachter durch die Miraflores Schleuse … geschleust wurde. Bier inklusive.

    Nach 2 Tagen ging es dann aber endlich ab Richtung Karibikküste nach Bocas del Toro. Es gibt einen Bus dorthin, mit dem dauert es ca. 8-10 Stunden. Wir haben die schnellere, wenn auch etwas teurere Variante gewählt, das Flugzeug. In einer Stunde von Panama City nach Bocas Town mit einem Mini Flughafen. Das Gepäck wurde per Hand ausgegeben, elektrische Rollbänder gab es nicht.Bastimentos in Bocas

    Bocas ist ein typischer Karibikortfür Touris, Restaurants, Bars, Party und Strand in gemütlicher Atmosphäre. Hier überarbeitet sich keiner. Und wir auch nicht! Sind 3 Tage dort geblieben und haben in der Zeit auch noch eine andere Insel besucht, auf der es nochmal deutlich ruhiger zugeht. Dafür gab es aber einige sehr schöne Strände zu sehen, umgeben von Regenwald.Kaffee Bohnen

    Nach Bocas ging es dann ab nach Boquete, ein kleiner Ort im Hochland von Panama. Nach mehrstündiger Busfahrt durch nicht unspektakuläre Landschaften waren wir schließlich dort angekommen. Bekannt ist die Region unter anderem für den Kaffee, der dort angebaut wird. Hat wohl schon diverse Male die Goldmedaille bei internationalen Wettbewerben gewonnen. Und wir haben auch eine „Kaffee-Tour“ gemacht, sprich eine Führung über eine Kaffeeplantage und ein Werk. Der Führer war sehr witzig und kompetent und wusste wie zu erwarten sehr viel über Kaffeeanbau und Herstellung. Achtung: Kein Nescafe mehr trinken!! 🙂Dominik & Lukas, die Kaffeetester

    Dominik musste leider nach 3 Nächten in Boquete den Heimweg antreten und ich war wieder „alleine“. Aber hey, danke nochmal für deinen Besuch, falls du das hier liest! Hat mich echt gefreut!! Jederzeit wieder.

    Was ist seit dem passiert?
    Nach ein paar weiteren Tagen und kleinen Wanderungen in Boquete gings dann für 3 Nächte ins Lost&Found Hostel. Relativ berühmt, da mitten in der Natur in den Bergen, kein Internet, einfach sehr abgelegen. Aber auch dort kommt man auf seine Kosten, vor allem, wenn man wirklich mal der Zivilisation entfliehen will. Affen hüpften manchmal in den Bäumen herum und nachts gab es dicke Leuchtkäfer zu sehen. Einen kompletten Tag hab ich dort mit einer Schnitzeljagd durch den Wald und um einen Fluss herum verbracht. Ziemlich anstrengend aber hat Spaß gemacht. Und einen weiteren spektakulären Wasserfall gabs noch obendrauf.Secret Falls

    Momentan bin ich wieder zurück in Bocas für ein paar Tage am Red Frog Beach. In 2 Tagen gehts dann aber zurück nach Panama City und von dort aus wird endlich der Segeltrip nach Kolumbien organisiert. Habe mich entschieden, nicht erst nach Costa Rica zu fahren.

    Ja und was macht das Spanisch? Noch nicht so viel! 🙂

  • Es gibt keinen Strom auf Hawaii – aber Bier!

    März 5th 2012

    By: skywalker83

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    Heute ist der 4.3. 2012, ein Tag nach meinem 29. Geburtstag und gleichzeitg Tag 200 meiner Reise. Ich sitze am internationalen Flughafen in Honolulu, Hawaii; in 2 Stunden geht mein Flug über Houston, Texas nach Panama City. Mit anderen Worten, in ca. 15 Stunden werde ich zum ersten mal Süd- bzw. Zentralamerika betreten. Ich bin noch nicht mal ganz sicher, ob ich reingelassen werde, da man für Panama eigentlich ein Ausreiseticket vorweisen muss, das ich aber nicht habe… ich bin aber nicht der erste mit diesem Problemchen, habe recherchiert und in der Regel klappt es schon irgendwie. Im schlimmsten Fall müsste ich eben noch ein Ticket kaufen. Ich werde die ersten Nächte bei Ramses, einem Einheimischen verbringen, er ist mein 3. Couchsurfing Gastgeber. In 2 Tagen kommt dann noch Dominik, ein Freund aus Deutschland“vorbei”, und wir werden uns knappe 2 Wochen Panama zusammen anschauen. Sehr cool, freut mich natürlich!Diamond Head, Honolulu

    Aber jetzt erst mal bischen was zu Hawaii, habe mich ja schon wieder länger nicht gemeldet, zumindest nicht mit Text, Bilder gabs ja schon zu sehen! 🙂

    Vielleicht mal kurz als Erklärung für alle, die sich noch nicht so genau mit Hawaii beschäftigt haben: Hawaii ist ein Bundesstaat der USA und besteht aus 8 Inseln. 7 davon kann man als Tourist betreten, eine gilt als „verbotene“ Insel. Die populärsten vier Inseln heißen Oahu, Maui, Kauai und Big Island. Auf der „Hauptinsel“ Oahu liegt der wichtigste Flughafen und die Hauptstadt Honolulu. Oahu ist aber nicht die größte Insel, das ist nämlich wie der Name schon sagt „Big Island“ bzw. Hawai`i (ja, die Insel gibt der gesamten Inselgruppe ihre Namen) und ist ca. doppelt so groß wie alle anderen 7 Inseln zusammen. Das Schöne ist, dass jede einzelne auf ihre Art verschieden und somit einen Besuch wert ist. Ich war auf den vier besagten Inseln plus Lana´i, dort aber nur einen Tag und etwas unfreiwillig – war aber trotzdem nett 🙂

    Oahu: Abgesehen vom sehr berühmten aber touristischen Waikiki Beach (an dem man sich meiner Meinung nach nicht zu lange aufhalten sollte) hat diese Insel noch deutlich mehr zu bieten. Traumstrände, Regenwald, Surfmeisterschaften, Albatrosskolinien, Fallschirmspringen…

    Maui, etwas weniger überlaufen aber immer noch mit genügend Touristen gesegnet. Bietet ebenfalls fast alles genannte und ist einfach eine sehr abwechslungsreiche Insel…

    Bis Island ist vor allem für seinen noch aktiven Vulkan bekannt und diverse Tauchplätze. Dazu nachher mehr.

    Kaua´i: Bekannt für seine Ruhe, Natur, Traumstrände. Dort wurden große Teile des Films Jurassic Park gedreht.  Es gibt dort aber leider keine Dinosaurier mehr aber dafür sehr sehr viele Hühner.

    Okay, und ich fange nochmal von vorne an: In Honolulu mit dem Flieger angekommen (von Fiji) dort erst mal genervt, weil es keinen Blumenkranz zur Begrüßung gab und ich ewig suchen musste, bis ich endlich mal 2,50 Dollar in passend und bar hatte. Der Bus gibt nämlich kein Wechselgeld. Aber dafür ist er billig.

    Die ersten 3 Nächte dann in einem Hostel nahe Waikiki Beach verbracht. War ganz ok für ein Stadthostel, aber die sind halt tendenziell immer etwas schäbiger. Waikiki ist quasi der Ballermann von Hawaii. Wenn man nur hier bleibt und sich nichts anderes anschaut, ist man wohl selber schuld. Habe am zweiten Tag einen Ausflug an die Hanauma Bay gemacht, ein unter Naturschutz stehender Strand mit Riff, an dem man gut schnorcheln kann. Fazit wie so oft: Sehr schön!

    Hanauma Bay

    Man merkt natürlich, dass man in den USA ist. Fastfood im Überfluss, dicke, laute Autos und Amis überall. Plus Touristen. Wobei Hawaii schon noch etwas unterschiedlich zum Festland ist und das nicht nur, weil es hier immer „Mahalo“ anstatt „Thank you“ heißt. Ich will mich auch gar nicht über das Essen beschweren, das ist hier schon ganz gut, es gibt einfach soviel Auswahl überall und es muss nicht unbedingt Fast Food sein, es gibt auch besseres. Und obwohl Hawaii als teuer gilt, sind einige Dinge doch wieder gefühlt billiger, z.B. Alkohol. So ist das halt wenn man vom teuren Australien und Neuseeland kommt. Auch Aktivitäten wie Fallschirmspringen, Whalewatching etc. sind hier deutlich günstiger.

    Am vierten Tag ging es dann mit einem Miniflugzeug zur Insel Maui, wo ich eine Woche geblieben bin. Hatte dort ein ziemlich schönes Hostel gefunden, mit Whirlpool im Garten, gute Leute und gratis Ausflügen jeden Tag. Es gab Dschungelwanderungen, Schnorchel-Touren, Vulkanwanderungen… so lies es sich schon aushalten! Die letzten zwei Tage hatte ich noch selbst ein Mietauto und bin noch etwas rumgefahren. Z.B. an den Red Sand Beach und den Black Sand Beach. Siehe auch unter Fotos.

    Ein weiteres Highlight war definitiv das Whalewatching- Buckelwale mit Kälbern, der Februar ist der beste Monat im Jahr um sie dort zu sehen. Sehr beeindruckend, wenn diese riesigen Tiere aus dem Wasser springen. Und wenn man seinen Kopf unter Wasser hält, hört man sie singen.Wal springt aus dem Wasser bei Maui
    Achja! Eins hab ich vergessen: Ich bin gar nicht direkt nach Maui geflogen, sondern auf die kleine Insel Lana´i die direkt drunter liegt. Und wieso? Weil ich es irgendwie geschafft habe, mir einen falschen Flug zu buchen und der lies sich eben nicht stornieren. Darum bin ich dann dort gelandet, habe mich einen Tag umgeschaut und bin dann Abends mit der Fähre nach Maui 🙂 Mittlerweile werd ich auch nicht mehr seekrank und kann auch lesen im Bus, ohne dass mir schlecht wird- hoffe, das bleibt jetzt so und war nicht nur Zufall.

    Nach einer Woche Maui gings dann nach Big Island. Inselhopping mit dem Flugzeug quasi.
    Raus aus dem Flughafen, schnell zur Mietwagenstation und dann erst mal ab ins Hostel. Achja, der Mietwagen. Ist schon witzig, was man da manchmal bekommt. Ich hatte es online gebucht und einfach die günstigste Klasse gewählt. Und dann stellen die mir so einen Sportwagen hin. Sah schon ganz nett aus aber eigentlich mag ich diese Karren gar nicht so, weil die so niedrig und unpraktisch sind und ich fast einen Tick zu groß dafür bin. Sind halt so Angeberautos 🙂 Aber es war dann doch ganz witzig, damit zu fahren und bei Sonne hab ich dann natürlich auch das Dach verschwinden lassen.Cabrio fahren auf Big Island

    Ja, leider hats gleich von Anfang an wieder wie aus Kübeln geschüttet und ich hab ne Weile gebraucht, bis ich die Unterkunft gefunden hatte. Zwischendurch gings mal wieder kurz zu Subway. Ich muss ja schon sagen, dass das mein Lieblings Fastfood geworden ist. Mc Donalds, Burger King und Co. mag ich eigentlich nicht mehr so sehr, man fühlt sich einfach immer zu voll danach. Aber das ist ja auch keine wirklich neue Erkenntnis. Subway allerdings könnt ich fast jeden Tag essen- ist ja tendenziell auch noch das gesundeste Fastfood.

    Das Hilo Backpackers Hostel hat mir richtig gut gefallen. Hohe, große Räume, vor allem der Gemeinschaftsraum. Kein Wunder, bevor es ein Hostel wurde, wurde das Haus als Feuerwehrstation und davor als kleine Kirche benutzt. Wenig los, schön ruhig, freies Internet (wie bisher fast überall auf Hawaii, so wie es halt sein muss), gute Badezimmer und Betten. Hat alles gepasst. Aber ein altes Gebäude, wie schon erwähnt, und somit auch Abnutzungserscheinungen, zumindest was die Stromverteilung angeht. Mit Verteilen war dann am Nachmittag nicht mehr viel, es gab nämlich einen Stromausfall, der ca. 24 Stunden anhalten sollte. Die Sicherungen waren komplett durchgebrannt. Was erst mal nervig erschien, wurde dann aber doch nochmal zu einer angenehmen Abwechslung, denn es gab Gratis Pizza bei Kerzenlicht und obendrauf noch das Geld für eine Nacht zurück.

    Am Abend des ersten Tages bin dann in den Volcano National Park gefahren und habe mir eine Krater angeschaut aus dem man im Dunkeln Lava glühen sieht. Sehr eindrucksvoll.

    Lava glüht im Krater

    Das Beste folgte dann aber am nächsten Tag: Ein Nachttauchgang mit Manta Rochen. Eines der beeindruckendsten Sachen, die ich auf meiner Reise bisher erlebt habe. Man springt im Dunkeln ins Wasser mit einer Taschenlampe bewaffnet, setzt sich auf den Meeresgrund in ca. 10 m Tiefe, leuchtet und wartet und wartet bis die Mantas kommen. Und das geht schnell, denn die kennen das schon und wissen, dass bei den Tauchern viel Futter wartet. Sie ernähren sich nämlich von Plankton, welches vom Licht der Lampen angezogen wird.
    Einfach spektakulär, knapp 20 riesige Rochen (bis zu 5 m breit) schwebten für 45 Minuten über unseren Köpfen, drehten Loopings und kamen bis auf wenige Zentimeter an uns heran. Manchmal musste man sich sogar ducken. Das ganze sah aus wie eine Lasershow mit den Stars, den Mantas, in der Mitte.Manta Ray Dive
    Und jetzt noch für alle Hobbybiologen, die gehört haben “dass doch der eine Australische Krokodilmann von so einem Rochen getötet wurde”: Steve Irwin, so heißt der nämlich, starb mysteriöserweise durch einen Stachelrochen, welche eigentlich auch harmlos sind, aber eben im Gegensatz zu Mantarochen, welche gar keine Waffen haben, einen Stachel besitzen. Daher der Name. Also keine Panik, Mantas, und Rochen im allgemeinen sind sehr friendliche Tiere.

    Am dritten Tag bin ich dann noch bischen auf Big Island rumgefahren, ohne nennenswerte Highlights, einfach Alltagsgeschäft, Wasserfälle, Strände und so langweiliger Kram 🙂

    Ja, und dann ging es nach Kaua´i, die „Garteninsel“ und vermeintlich schönste und üppigste in Hawaii. Habe dort 4 Nächte verbracht. Mal wieder ein gemütliches Hostel, sehr familiär und wie eigentlich fast immer nette Leute getroffen. Unter anderem Flip (Anthony), ein Amerikaner, den ich jetzt noch mal erwähnen muss, weil wir uns ganz besonders gut verstanden haben. Achja, und dann war da noch Reto und Jonas, zwei Schweizer aus Winterthur, die allerdings nicht zusammen unterwegs waren. Habe mich aber mit beiden angefreundet und wir haben unter anderem dem Ausflug zum Waimea Canyon zusammen gemacht. Dieser wird auch gern mal Grand Canyon des Pazifiks genannt, ist allerdings deutlich grüner als sein große Bruder in Arizona. Waimea CanyonAbgesehen vom Canyon gab es noch einen Tagesausflug mit dem Kayak zu einem ziemlich beeindruckenden Wasserfall im Regenwald, den “Secret Falls”. War eine ziemlich schlammige Angelegenheit- aber cool!

    Kaua´i ist wirklich extrem grün und hat paradisische Stellen, das Wetter hätte allerdings schon besser sein können, es hat einfach oft geregnet. Naja, warm ist es ja trotzdem.


    Und dann gings wieder zurück nach Oahu, für die letzten 3 Nächte, nochmal eine Nacht in Waikiki und dann 2 Nächte an der Nordseite, von wo ich quasi gerade komme. Sehr schön dort oben, realaxt und beliebt bei Profi-Surfern und wir haben heute gesehen, wieso. Riesige Wellen, ich schätze mal, um 4-5 Meter hoch. Habe ich nirgends zuvor gesehen. Und manche surfen da wirklich… schon beeindruckend, sowohl die Sportart als auch die Naturgewalt.


    Surfer, Oahu North Shore

    Und was war mit Fallschirmspringen? Seit Australien will ich das ja machen und hab jetzt im Endeffekt bis Hawaii und meinem Geburtstag gewartet und…: Es wurde wegen Regen abgesagt. Etwas schade ist es schon aber es war ja nicht die letzte Gelegenheit.

    Hawaii war eine ganz besondere Zeit, 3 Wochen sind sehr schnell vergangen, ich habe mal wieder viele gute Leute kennen gelernt, von denen ich hoffentlich einige irgendwann wieder sehen werde und ich habe einen Überblick über die Inseln hier bekommen. Ein zweiter Besuch ist nicht ausgeschlossen. Mit Hawaii endet für mich auch die Hälfte meiner Reise. Singapur, Australien, Neuseeland, Fiji… und jetzt Hawaii liegt hinter mir.

    Ein neues Abenteuer steht an und das heißt Südamerika. Spanisch lernen, das ist mein Hauptziel, mal sehen wie es läuft. Ich habe viel gesehen in der letzten Zeit und merke, dass ich mal wieder etwas Ruhe und langsameres Reisen brauche. Das sollte doch aber zu schaffen sein 🙂

    Ich bin schon etwas aufgeregt und gespannt, was mich erwartet. Länder, die auf dem Plan stehen (kein Muss aber möglich): Panama, Costa Rica, Kolumbien, Ecuador+Galapagos, Peru, Chile, Bolivien, Argentinien, Brasilien, (Uruguay, Paraguay?)…

    Ab jetzt habe ich auch das Gefühl, dass der Countdown für meine Rückkehr rückwärts läuft, auch wenn das noch ein paar Monate dauern kann.

    Auf geht´s nach Panama!

  • Bula!

    Feb. 11th 2012

    By: skywalker83

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    Dieses Wort steht in Fiji für „Guten Tag“, „Herzlich Willkommen“ und ist das Allzweckwort schlechthin um die Lebensfreude der Einwohner zu beschreiben. Seit 11 Tagen bin ich nun auf „der Insel“ und es war eine sehr schöne Zeit bisher. Fiji besteht natürlich nicht nur aus einer Insel, sondern anscheinend aus ca. 300 (Dreihundert). Die Hauptinsel, Viti Levu, ist die größte und jeder kommt hier an. Genauer gesagt in Nadi, denn von hier aus starten viele Touren und Boote, ein Flughafen ist dort und viele Hostels/Hotels sind ansässig. Auch ich habe dort meine erste Nacht verbracht. Die Hauptstadt heißt Suva und befindet sich etwa auf der anderen Seite der Insel. Bisher war ich noch nicht dort (und werde wohl auch nicht mehr hinfahren). Um es klar zu sagen, die Regenzeit hat ihren Namen zurecht hier in Fiji. Aus dem Flughafen draußen, gab es erst mal grauen Himmel und Regen zur Begrüßung. Und das sollte dann auch ein paar Tage so bleiben… klar, es ist Regenzeit aber die sieht natürlich auch nicht immer gleich aus. Mit etwas Glück erwischt man mehr sonnige als verregnete Tage. Tja, aber immer, wenn ein Zyklon die Inselgruppe trifft oder auch nur knapp vorbei zieht, bringt der natürlich viel Regen mit- Wind sowieso. Das Wetter schlägt hier manchmal innerhalb von Sekunden um.
    Naja, jedenfalls habe ich den sog. Bula Pass gebucht, 7 Tage, 6 Nächte, mit dem man dann Insel Hopping auf den Yasawa Islands macht. Diese ca. 30 Inseln gelten als die schönsten in Fiji. Man steigt in die Fähre, lässt sich zu einer Insel fahren, bleibt dort solange man möchte, und lässt sich dann wieder mitnehmen. Ich war auf 4 verschiedenen Insel in dieser einen Woche. Die kleinste, Bounty Island, kann man zu Fuß in 30 Minuten umrunden. Die ersten 4 Tage waren wettermäßig sicher nicht so der Hit, oft starker Regen und stürmig. In einer Nacht dachte ich, es weht jeden Moment das Dach weg. Ist zum Glück aber nicht passiert. Es ist aber nicht so, dass wir den ganzen Tag drin sitzen mussten, denn es hat nicht immer geregnet und dann konnte man auf Inselerkundungstour gehen oder diverse Aktivitäten buchen, die auf allen Inseln ähnlich waren: Schnorcheln, Tauchen, Fischen, Höhlentrip, Blue Lagoon Trip (dort wurde der Film die blaue Lagune gedreht), Volleyball, Kayaken etc. zwischen 25 und 30 Grad ist hier trotzdem immer.
    Und als dann tatsächlich die Sonne rauskam, zeigten die Inseln auch ihren ganzes Potential. Paradisisch, wie auf Postkarten, mit türkisblauem Meer, Sandstränden und Kokospalmen. Die Hängematte und der Cocktail waren auch nicht weit… schnorcheln der absolute Wahnsinn, tausende bunte Korallenfische auf engstem Raum- mit etwas Glück sieht man auch mal einen Riffhai 🙂
    Ich war dann schon zufrieden mit den paar Sonnentagen, die haben doch für vieles entschädigt. Noch ein Wort zu den Einwohnern von Fiji- die allermeisten sind wirklich sehr freundlich und relaxt, es herrscht überall die berühmte „Fiji-Time“. Heißt nichts anderes, dass alles etwas langsamer geht als bei uns… aber man hat ja Zeit. Auch ganz witzig: Bei der Ankunft auf den Insel wird man mit Ukulele und traditionellem Gesang begrüßt. Die Blumenketten gab es aber nicht, vielleicht ist das ja nur auf Hawaii so 🙂 Naja, seit gestern bin ich wieder zurück auf der Hauptinsel und habe meinen Flug nach Hawaii von 14.2. auf 12.2. vorverlegt. Fiji war schön aber jetzt freue ich mich auf Hawaii, habe volle 3 Wochen Zeit! Und bitte Daumen drücken, dass das Wetter dort besser ist … 🙂

  • Australien Open 2012

    Feb. 11th 2012

    By: skywalker83

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    Hallo! Ich bin jetzt bereits seit einer Woche auf Fiji und merke gerade, dass ich noch den Bericht für Melbourne/Australien Open schuldig bin. Am 24. 25. Januar hatte ich Tickets für das größte Tennisturnier Australiens und zwar für 2 Viertelfinalspiele: Rafael Nadal – Tomas Berdych und Novak Djokovic – David Ferrer. Beide Matches waren spannend und es war ein weiteres Highlight auf meiner Reise, die Profis live und in einer großen Arena zu sehen. Die Stimmung auf der gesamten Anlage war super und das Wetter bombastisch, mit gut 30 Grad fast schon zu heiß! Auf jeden Fall will ich jetzt auch Wimbledon in London und die French Open irgendwann mal besuchen. Liegt ja quasi direkt vor der Haustür! Auch die restlichen Tage in Melbourne waren sehr relaxt, ich mag die Stadt einfach und das Wetter war wie gesagt bombastisch… jetzt aber zum Bericht von Fiji… Bilder vom Tennis lade ich noch hoch 🙂

  • Bye Bye New Zealand

    Jan. 28th 2012

    By: skywalker83

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    Meine Zeit in Neuseeland ist nun schon seit 5 Tagen Geschichte und ich bin wieder zurück in Melbourne, Australien. Es ist schon etwas komisch und ich muss mich erst wieder daran gewöhnen, denn der Gegensatz der Südinsel Neuseelands zu Melbourne könnte nicht größer sein. Weite, einsame Natur vs. Multi-Kulti Millionenstadt. Meine letzten 2 Wochen in Neuseeland waren nochmal sehr angenehm, wenn auch nicht mehr ganz so spektakulär. Nachdem ich Dunedin verlassen hatte, gings erst nochmal ins Inland in die Natur. Am Lake Tekapo Halt gemacht, im SPA gewesen und am nächsten Tag eine 3-4 Stunden Wanderung gemacht. Am See entlang, mit großartigem Panoramablick auf die “Southern Alps”- eben die Alpenkette auf der Südinsel. Dort gab es auch eine berühmte Sternwarte auf einem Berg, von dem man angeblich die meisten Sterne… der Welt, der südlichen Hemisphäre oder was auch immer sehen kann – ob´s stimmt, kann ich nicht sagen, aber ich kann sagen, dass es tatsächlich sehr viele waren. Kein Wunder, dort gab es ja auch weit und breit keine Lichtquellen, die stören könnte. Bilder der Wanderung sind online.

    Am nächsten Tag gings dann weiter, zum Mt. Cook, dem höchsten Berg Neuseelands mit… glaube um die 3700 Meter und bischen mehr. Leider bin ich vom schönesten Wetter direkt in eine Regenwand gefahren, die sich gerne mal dort im Tal aufbaut. Der Wetterbericht für den nächsten Tag war auch nicht gerade rosig, also bin ich direkt wieder umgekehrt und Richtung Küste gefahren. Naja, man kann eben nicht alles machen, somit fiel diese Wanderung also ins Wasser. Geschafft hab ich es dann bis zum gemütlichen Küstenort Timaru, wo ich 3 Nächte geblieben bin und weitestgehend relaxt habe- mal wieder. War doch etwas müde vom vielen fahren, wandern und Sachen anschauen.

    Aber man ist ja vielleicht nur einmal im Leben in Neuseeland, deshalb hab ich mich dann nochmal dazu durchgerungen, eine Rafting Tour zu buchen. 2,5 Stunden aufm Wasser, davon aber die kürzeste Zeit wirklich viel Action- aber so ist das anscheinend beim Raften. Zumindest in Neuseeland 🙂 Spaß hat es trotzdem gemacht und das Panorama war traumhaft.

    Von dort aus Ging es dann über einen kleinen Umweg zu meiner letzten Station, Christchurch. Der kleine Umweg führte allerdings über 13km staubigen Kies bis zum Herr der Ringe Drehort “Edoras in Rohan”. Das Filmset war zwar nicht mehr da aber der Hügel und die Landschaft natürlich schon noch 🙂 Das kann ich also auch abhaken von der Liste!

    Christchurch hatte ja viele Erdbeben in der Vergangenheit, das stärkste im Februar 2011, beim dem 180 Menschen ums Leben kamen. Seitdem bebt es hunderte Male pro Tag, man spürt aber natürlich nicht alle. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Ich habe in den 3 Tagen kein einziges gemerkt. Erste Nacht im Hostel verbracht und einen Musiker, Neuseeländer kennen gelernt, der zu der Zeit auch an einem Festival in Christchurch aufgetreten ist. Spanish Guitar, ziemlich coole Musik. Bin dann mit ihm Abends noch in ne Kneipe mit Live Musik gegangen und paar Freunde von ihm kennen gelernt. Das hat mir mal wieder gezeigt, dass es schon auch wichtig und vor allem interessant ist, ab und zu Einheimische zu treffen.

    Am zweiten Abend war es dann Zeit für eine Premiere: Ich hab meinen ersten “Couchsurfing-Host” bzw Gastgeber getroffen. Wer Couchsurfing nicht kennt, das ist ein Internationales Projekt, bei dem Einheimische dem Reisenden ein Zimmer, bzw eine Schlafgelegenheit anbieten umsonst anbieten. Die Vorteile liegen auf der Hand, es ist billig und man lernt viele interessante Menschen aus aller Welt kennen. Natürlich ist ein kleines Gastgeschenk obligatorisch. Ich wollte das schon lange machen aber habe mich nie wirklich darum gekümmert- doch jetzt wars dann endlich soweit. Mein Gastgeber war Howard, ein Chinese, der schon seit 11 Jahren in Neuseeland lebt. Er war wirklich sehr nett, hilfsbereit und wir haben Abends zusammen Malaysisch gekocht. Und ich hatte ein Zimmer mit nem großen Bett für mich allein 🙂 Denke, dass ich das in Zukunft öfter mal machen werde, vor allem in Südamerika, um mein Spanisch zu verbessern. So, und für alle, die jetzt aufschreien und meinen, das sei zu gefährlich, kann ich nur sagen, dass in der Regel nur sehr kontaktfreudige, nette Menschen da mitmachen und die Quote der Massenmörder nur sehr gering ist 🙂 Ausserdem kann man sich das Profil und die Bewertung der Leute im Internet anschauen. Und als fast 29 jähriger ist man wohl auch weit weniger gefährdet als 18 jährige Mädels- und es gibt einige, die so unterwegs sind. Die meisten erzählen es wohl aber eher nicht daheim 🙂

    Na, jedenfalls war das nochmal ein interessanter Abschluss für Neuseeland und es ist schon etwas schade, dass die Zeit dort nun vorbei ist. Ich habe extrem viel schöne Natur gesehen und die Zeit genossen. Allerdings ist auch dort der Tourismus sehr ausgeprägt, manchmal schon etwas zu viel, ähnlich wie in Australien aber das muss man wohl so akzeptieren und halt nicht blind jede Tour buchen. Ich hatte ja anfangs mal erwähnt, dass Neuseeland etwas bescheidener ist, was das angeht, das muss ich leider zurücknehmen 🙂 Dennoch, es ist ein großartiges Land und ich kann jedem nur empfehlen, ein Mietauto oder einen Campervan zu mieten und selbst herum zu fahren, mit dem Bus verpasst man einfach zu viel.

    Ja, und jetzt bin ich wie gesagt wieder in Melbourne und war bereits bei den Australien Open (Tennis). Das war sehr cool, habe zweit gute Spiele gesehen und die Atmosphäre auf der ganzen Anlage erlebt. Wäre gerne noch öfter hingegangen aber leider ist das ganze ja auch nicht wirklich umsonst! Melbourne ist heißt, um die 30 Grad jeden Tag. Sommer pur…

    Was gibt es sonst noch neues? Achja: Ich habe meine nächsten Flüge definitiv gebucht, am 1. Feb geht es nach Fiji, am 14. Feb nach Hawaii und Anfang März nach Panama. Von dort aus wird dann das nächste große Kapitel starten, Südamerika. Von Panama aus ist ein Segeltrip durch die Karibik nach Kolumbien aus geplant…. man wird sehen! Inzwischen bin ich nun schon seit 5 Monaten unterwegs…

  • Lebenszeichen aus Dunedin

    Jan. 10th 2012

    By: skywalker83

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    Und schon haben wir das Jahr 2012, immerhin schon wieder über eine Woche. Eine beliebter Zeitpunkt und festzustellen, „wie die Zeit doch rast“. Ja, und ich bin jetzt tatsächlich schon knappe 5 Monate auf Reisen.
    Silvester habe ich in Queenstown verbracht, früher eine kleine Stadt bzw. mehr ein Dorf, mittlerweile hat sich der Ort allerdings zu einem Touristenmagnet gemausert, mit Funsportarten und allen denkbaren Aktivitäten; Fallschirmspringen, Bungee, Speeboat fahren, Rafting, Kayak, Paragliding… ich zähle jetzt nicht alles auf. Der Ort liegt dennoch sehr idyllisch zwischen hohen Bergen und direkt am Lake Wakatipu, einer der größten Seen Neuseelands. Da besonders auf der Südinsel Neuseelands kaum Städte zu finden sind, war Queenstown komplett ausgebucht. (Fast) jeder wollte dort Neujahr verbringen. Die Stadt hat sich dann auch nicht lumpen lassen und brannte ein riesiges Feuerwerk über dem See ab- die Silvesterparty war auch gelungen. 3 Nächte habe ich dort verbracht, mal wieder etwas relaxt und einfach genossen, nicht von A nach B kommen zu müssen. Das Hostel hatte einen traumhaften Garten mit Blick auf die Berge und den See.

    Irgendwann gings dann aber wieder weiter und unsere Route führte uns Richtung Süden nach Te Anau am, ja genau, Lake Te Anau, welcher der zweitgrößte Neuseelands ist. Hier beginnt dann wirklich langsam das Ende der Zivilisation und die Herrschaft der Sandflies. Nur ganz kurz, diese kleinen gemeinen Biester sehen aus wie Fruchtfliegen, stechen aber wie Mücken und ihre Stiche jucken aber leider noch schlimmer und länger. Furchbare Viecher! Und die kann man dort und auch anderswo zu Tausenden antreffen. Naja, jedenfalls haben wir uns in Te Anau dann ein paar Wanderwege rausgesucht und waren dann richtig sportlich. 1 Tag wandern, 1 Tag faulenzen, wieder 1 Tag wandern, dann 1 Tag kayaken. aber dazu komme ich noch… wer ist eigentlich wir? Ich reise seit knapp 2 Wochen mit Daniel, einem Deutschen aus Stuttgart. Er hatte die gleiche Route wie ich und deshalb hab ich ihn mitgenommen.

    Wandern war wirklich sehr schön, teils auch gar nicht so ohne, der Schwierigkeitsgrad ging schon deutlich über eine Wald- und Wiesenwanderung hinaus. Man wird am Ende allerdings immer mit spektakulären Ausblicken auf Berge, Seen und wunderschöne Landschaften belohnt.  Andere kennen das ja vielleicht, aber ich bin noch nicht so viel gewandert in meinem Leben bisher.

    Tja und dann stand noch ein weiteres Highlight an, kayaken am Milford Sound. Sound heißt auf Deutsch soviel wie Meerenge, allerdings ist das geologisch gesehen wohl falsch, denn der Milford ist wie einige andere „Sound“ genannte Naturspektakel eigentlich ein Fjord wie aus dem Lehrbuch. Vor vielen Jahren von Gletschern in den Fels gegraben, jetzt überflutet. Aber man hat wohl den Namen „Sound“ gewählt, weil sich das noch besser vermarkten lässt- das ist zumindest eine Vermutung 🙂 Jedenfalls ist dieses Fjord einer der sehenswertesten überhaupt, riesige Berge, die aus dem Wasser ragen- einer davon ist sogar der höchste auf der ganzen Welt. Ein einmaliger Ort, um früh morgens durchzupaddeln und Seelöwen und Delfine zu sehen. Um durch den Fjord bis zum offenen Meer zu rudern, dauerte es immerhin um die 5 Stunden, mit kleinen Pausen zwischendrin natürlich. Zurück wurden wir dann aber zum Glück mit nem kleinen Boot gefahren 🙂

    Nach Milford sind wir dann die Südküste entlang gefahren, sind am südlichsten Punkt Neuseeland vorbeigekommen und jetzt mittlerweile in Dunedin gelandet. Dunedin ist eine Studentenstadt im schottischen Baustil- so heißt es zumindest, bin ja auch kein Experte, was sowas angeht- und ich genieße es ehrlich gesagt, wieder mal in der Zivilisation zu sein 🙂 Werde hier ein paar Tage verbringen und dann entscheiden, was ich mit der restlichen Zeit anfangen werde- mein Flieger nach Melbourne geht ja erst am 22. Januar. Ein Luxusproblem, ich weiß.

    Ich habe ein neues, großes Fotoalbum mit Bildern der letzten Tage hochgeladen, viel Spaß beim Anschauen 🙂

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