Ok, ich gebe es zu: Meine Reisegeschwindigkeit hat sich in den letzten Wochen etwas verlangsamt und ich bin ein bischen gemütlicher geworden. Dadurch hat sich leider auch die Häufigkeit meiner Blog Einträge reduziert Aber kein Sorge, ich habe es nicht vergessen! 🙂

Momentan sitze ich in Adelaide in meinem Hostel, im TV läuft „Two and a Half Men“ und ich hab schon brav meine Weet-Bix gefrühstückt. Tja, aber ich fange wohl besser „von vorne“ an. Schliesslich fehlt ja noch der Bericht über Melbourne… dort war ich ca. 1 Woche lang. Was soll ich sagen, Melbourne war der erste Ort, an dem ich mir tatsächlich vorstellen könnte, für eine Weile zu leben. Es ist schon so, wie viele sagen; sehr europäisch angehaucht und viel multi-kulti. Unsere Döner Buden sind die Sushi Shops in Melbourne. Insgesamt herrscht trotz 4 Millionen Einwohnern selbst in der Innenstadt eine angenehme, nicht zu hektische Atmosphäre. Alte Trams fahren, es gibt Straßen mit Steigung, ähnlich San Franciso. Sehr gut gefallen hat mir auch der Victoria Market, auf dem Massen an Obst und Gemüse, Klamotten und auf dem Food Court unfassbar viele Lebensmittel angeboten werden. Internationale Süßigkeiten, Fisch- und Fleischtheken, Backwaren, Pizza, Pasta… ich war fast jeden Tag dort, da es auf meinem Weg in die Stadt lag. Anfangs hatte ich 3 Tage für Melbourne eingeplant und es wurde wie gesagt im Endeffekt dann wieder eine ganze Woche.

Schließlich hatte ich mich entschlossen, einen Mietwagen zu nehmen und Richtung Adelaide über die Great Ocean Road. Gesagt, getan und schnell noch eine Anzeige ins Internet gesetzt um Mitfahrer zu suchen. Die waren dann auch schnell zusammen, 2 Jungs und ein Mädel (übrigens mal wieder alle Deutsch 🙂 ) und los gings. Bilder von der Great Ocean Road Tour werden bald geliefert! 1300 km an der Südküste Australiens entlang in recht gemütlichem Reisetempo und 4 Übernachtungen in Hostels bzw Motels. Highlight war definitv die Nacht in einem ehemaligen Gefängnis, welches in eine Unterkunft umgebaut wurde. Hatte Stil! Und sie haben uns tatsächlich aufgrund guter Führung wieder frei gelassen (haha). An das links fahren muss man sich hier schon erst mal gewöhnen, aber nach so ner langen Strecke hat man es dann drauf. Die Great Ocean Road war schön, allerdings fährt man nur einen kleinen Teil der Strecke am Meer entlang, es gibt auch einige recht öde Abschnitte mit ewig langen, geraden Straßen auf denen man extrem aufpassen muss, dass man nicht einschläft. Die toten Tiere, die überall auf der Straße liegen, erinnern daran, dass man hellwach sein sollte.
Nun sind fast 3 Monate meiner Reise vorbei. Am 19.11. fliege ich von Adelaide nach Auckland (Neuseeland). Freue mich sehr darauf, habe von vielen Leuten tolle Berichte über die Natur Neuseelands gehört. Momentan bin ich noch nicht sicher, wie lange ich dort bleiben werde aber ich rechne mit ca. 2 Monaten. Bin mal gespannt, wo ich an Weihnachten und Neujahr sein werde 🙂