Die Zeit scheint immer schneller zu laufen und ich komme kaum mit dem Erzählen hinterher. Der Trip zu den Whitsundays war definitiv eines der Highlights bisher! Unter den vielen Anbietern hab ich mich dann eben für eine 3 Tages, 2 Nächte Tour auf einem rel. kleinen Segelboot mit rel. weniger Leuten entschieden. Im Endeffekt waren wir 14 Leute auf dem Schiff, 2 Crewmitglieder und 12 Gäste.Es gibt auch große Partyboote für 40 Leute oder so, das wollte ich aber nicht. Samstag Morgen gegen 9 Uhr gings los, Montag Abend waren wir zurück. Vollgesogen mit neuen Eindrücken und vielen Bildern von Traumstränden und blauem Meer. Mir fällt es gerade etwas schwer, das Ganze zu beschreiben, obwohl es erst 2 Tage her ist. Trotzdem, ich bin schon wieder im nächsten Ort, bzw im Übernächsten. Aber dazu nachher mehr. Der Segeltrip zuerst: Die Whitsundays sind eine Inselgruppe vor der Ostküste Australiens und eines der Hauptziele vieler Touristen. Wir haben gesehen wieso. Vor allem der berühmteste Strand von allen, der Whitehaven Beach, 7km lang, Sand aus 99,9 % Silizium, somit extrem fein und hell, wird nicht heiß in der Sonne. Klares Wasser, Sonne, so gut wie keine Wolken, das war das Bild des gesamten Ausflugs. Wir haben zu verschiedenen Inseln gesegelt, sind kleine Wege abgelaufen, haben Aboriginal Stories gehört, im Wasser gesessen, Bier getrunken, gesegelt, geschnorchelt, faul an Deck gelegen, während die Crew gesegelt ist bzw das Essen gekocht hat. Apropos Crew, ziemlich witzig war die. Der Captain war noch einigermaßen normal, der 1. Offizier (ich nenn ihn jetzt einfach mal so) war schon ziemlich durchgeknallt. Die ganze Zeit Sprüche gerissen, Tattoos, keine Ahnung, schwer zu beschreiben. Aber ein typischer Australier, der in der Touribranche arbeitet! Achja, ein Tauchgang hab ich auch noch gemacht. War ganz nett, die Sicht war aber schlechter als am Great Barrier Reef, deshalb hat es mich nicht so wirklich umgehauen. Egal, das wahrscheinlich schönste, was ich an Natur bzw Ausblick bisher gesehen habe, war am 2. Tag. Man steht oben auf einem Berg auf einer Insel und schaut auf den Whitehaven Beach, auf andere Strände und Meer das in verschiedenen blau- und türkisfarben schimmert. Das ist wirklich schwer zu toppen, kann mir eigentlich gar nicht vorstellen, wie das gehen soll. Sowieso, schöne Naturschauspiele gab es viele. Ob das ein Morgen auf dem Boot war, ein Abend, Sternenhimmel, der langsam durchkommt, wenn die Dämmerung zur Nacht wird.. alles war dabei. Ich weiß, das hört sich jetzt etwas kitschig an, und wer mich kennt, wird sich vielleicht wundern, warum ich das so schreibe- aber es war halt einfach so 🙂 Eine Szene war schon wirklich so übertrieben kitschig-schön, dass ich wirklich grinsen musste; Wir segeln quasi in den schönsten Sonnenuntergang hinein, den man sich vorstellen kann, da fliegt dann halt noch ein Adler durch die Sonne und umkreist das Boot (siehe Fotos). Puh, ansonsten? Große, bunte Fische um das Boot rum, einmal kurz Delfine, Meeresschildkröten… Ha, aber das Boot. Das war was! Da gibts wohl tatsächlich bessere. Wir haben wohl ein altes erwischt, recht eng, so mit 3 Betten übereinander. Nur 2 Toiletten, von denen ab dem 2. Tag nur noch eine funktioniert hat 🙂 Ich sags euch, das war was! Aber gut, ein weiteres „Abenteuer“ halt. Ein kleines zumindest. Und man stumpft auch ab, mir machen solche Sachen immer weniger aus. Schaut euch einfach die Bilder an, hoffe, die Atmosphäre kommt einigermaßen rüber. Achja, und ich wurde so gut wie nicht seekrank!
Tja, als ich dann wieder festen Boden unter den Füßen hatte, war ich natürlich auch froh und hab mich vor allem mal auf eine heiße Dusche gefreut. Am nächsten Tag, das war dann wohl gestern, bin ich am morgen um 11 in den Greyhound Bus gestiegen. Hab mir ein Ticket bis nach Brisbane gekauft. Da bin ich jetzt allerdings noch nicht. Das Ticket gilt für 90 Tage und man kann zwischendrin an allen interessanten Stationen aussteigen und wenn man genug hat, einfach den nächsten Bus nehmen und weiter gehts. Bin gerade mit Phillipp, einem Deutschen aus Furtwangen unterwegs. Er war auch mit auf dem Segeltrip. Tja, dann sind wir gestern eben von Earlie Beach aus nach Mackay gefahren, das war allerdings ein ziemlicher Reinfall. Arbeiterstadt, hässlich, kein Zimmmer bekommen. Doch, eines hätten wir haben können, wollten wir aber nicht, da ebenfalls hässlich. Also haben wir den Tag dort mit rumlaufen, essen, warten, Wäsche waschen verbracht und sind dann in der Nacht bis 2 Uhr bei Mc Donalds gesessen und auf den nächsten Greyhound Bus gewartet. Ja und der hat uns dann über Nacht und in 8 Stunden nach Agnes Water/1770 gebracht. Da bin ich JETZT und werde für 2 Nächte bleiben. Ist ein ruhiger entspannter Ort mit einem weiteren schönen langen Strand. Werde morgen mal ein paar Surfstunden nehmen! 🙂 Heute haben wir dann Fahrräder gemietet und sind ein ordentliches Stück gefahren. Am Ende sind wir auf ein paar Felsen geklettert und hatte einen weiteren wunderbaren Ausblick aufs Meer. Gut, auf dem Weg zurück haben wir dann im Gebüsch ein komisches stacheliges Tier gesehen. Ein Australier hat uns aufgeklärt, dass es sich um einen Ameisenigel handelt und hat ihn dann auch schön aufgehoben für uns. Paar Meter weiter stand dann ein Wallabie zwischen den Sträuchern. Hab ich schon erwähnt, dass in Earlie Beach ganz viele wilde Kakadus lebten.. naja, wild… wir haben sie von der Terrasse aus mit Chips gefüttert und sie kamen auf den Arm. Ist alles wie im Zoo hier- nur halt in der freien Natur. Vielleicht merkt ihr es, viele Eindrücke in kurzer Zeit für mich. Es ist schön aber die Tage scheinen ineinander zu fließen und jeder Tag hat seine eigenen Highlights die es schwer machen, hinterher zu kommen. Aber ich will mich nicht beschweren. Es ist ein gutes Leben! Gleich gibts Barbecue. Prost und guten Appetit.