Immer noch in Rurrenabaque, zurück von der Pampas Tour. Entscheidungen zu treffen fällt mir ja grundsätzlich nicht immer ganz leicht, deshalb war ich dann im Endeffekt froh, das die Airline Tam meine Reservierung für den Rückflug nach La Paz verschlampt hatte und ich weitere 5 Tage auf den nächsten verfügbaren Flug warten musste. So war es nämlich ziemlich eindeutig, dass ich auch noch eine Tour in den Regenwald/Dschungel oder eben Spanisch „Selva“ buchen würde. 5 Tage in Rurre rumzusitzen wäre dann doch etwas öde gewesen.
Diesmal buchte ich meinen Flug fix und machte mich dann auf die Jagd nach der besagten Dschungeltour. Im Endeffekt entschied ich mich für die Veranstalter „Mashaquipe“, da diese mehrfach empfohlen wurden, unter anderem aufgrund von umwelfreundlichen Methoden, einheimischer Guides und da sie die Einnahmen an die einheimischen Gemeinden weiter geben.
Der Zeitrahmen war wieder der gleiche, 3 Tage, 2 Nächte. Diesmal wurde uns eine lange Jeep Fahrt erspart, wir stiegen direkt beim Fluss „Beni“ auf das Boot, welches uns erst mal an den Eingang des „MADIDI NATIONAL PARKS“ brachte, wo wir unser Ticket kaufen mussten. Sowas ist in der Regel nicht im Preis enthalten.
Wenig später hielten wir erneut, um eine der besagten einheimischen Gemeinden im Dschungel zu besuchen. Uns wurde gezeigt, wie aus Zuckerrohr Saft gewonnen wird und zu einer Art Limonade verarbeitet wird. Wir durften die Presse auch einmal selbst bedienen und unser eigenes Zuckerwasser herstellten.
Ca. 2 Stunden später flussaufwärts kamen wir an der Lodge an, wo unser Gepäck ausgeladen wurde und wir unsere Zimmer bezogen. Schon erstaunlich, wieviel Luxus man auch in solch abgelegen Orten finden kann. Alles für die Touris eben. Es gab nette Bungalows mit Betten, Moskitonetzen, richtige Toiletten und Duschen. In der wunderschönen Anlagen fand sich auch der Speisesaal, nennen wirs mal so, und eine gemütlich Relaxecke, welche aus zwischen Bäumen gespannten Hängematten bestand.
Am ersten Tag gabs dann gleich unseren ersten Spaziergang durch den Regenwald. Anders als in den Pampas ist es wirklich nicht einfach, Tiere zu sehen, da der Wald schon sehr dicht ist. Dafür erklärte uns unser sehr sympathischer Guide vieles über die Planzen und Bäume und für welche medizinischen Zwecke diese verwendet werden. Er konnte außerdem nach eigener Aussage 40 Tierlaute nachmachen. Ein paar hat er uns auch vorgeführt und direkt ein paar Kapuziner Affen angelockt. Als diese nahe genug waren, um ihren Irrtum zu bemerken, zogen sie verärgert ab. Ziemlich witzig.
Die Verpflegung war mal wieder sehr gut, wobei tendenziell fast zu vielseitig, so dass die Verdauung kaum hinterher kommt. Aber besser mal keine Details.
In der ersten Nacht schliefen wir im Camp, in der zweiten zelteten wir im Dschungel. Gekocht wurde dann quasi überm Lagerfeuer. Ein tierisches Highlight gab es allerdings doch: An einem Aussichtspunkt hoch über dem Regelwald konnten wir einige Papageien beobachten, auf einem Baum sitzend und im Flug über die Baumkronen.
Am letzten Tag bauten wir zusammen mit dem Guide noch ein Floss mit dem wir dann von unserem Camp zurück zur eigentlichen Lodge trieben.
Zum Schluss wurde noch tradioneller Schmuck aus natürlichen Objekten wie Nüssen hergestellt. Ziemlich beidruckend, was die Jungs da so hinkriegen. Habe die Halskette allerdings dann gleich am nächsten Tag irgendwo verloren- tja, typisch.
Insgesamt hat sich der Trip dann auch sehr gelohnt, da er anders als die Pampas war und dennoch auf andere Weise interessant.
Zurück in Rurrenabaque hatte ich dann nochmal 1,5 Tage Zeit bis zu meinem Rückflug nach La Paz. Mehr Bilder von der Tour bei Picasa!


