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3,2,1…einfachmalweg – ein Reiseblog

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  • Argentinien – Steak, Fußball und Wasserfälle

    Aug. 22nd 2012

    By: skywalker83

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    Meine zwei Wochen in Argentinien sind inzwischen auch schon wieder rum und waren genug um Salta, Buenos Aires und die Iguazu Fälle zu sehen.

    Als ich von Bolivien kommend die Grenze in das Land von Diego Maradona, Rindfleisch und Mate überquerte, merkte ich gleich einen großen Unterschied. Die Straßen sind viel besser, die Busse komfortabler, man findet normale Supermärkte und das Preisniveau steigt leider auch deutlich an. Dennoch war es schön, mal wieder in einem entwickelteren Land zu sein. Die Argentinier sind süchtig nach einem Getränk genannt „Mate“. Es funktioniert schon ähnlich wie Tee, aber eben doch anders: Ein Trinkgefäss wird mit Kräuter gefüllt und warmes Wasser wird dazu gegeben. Man muss ständig nachfüllen, da diese Kräuter das Wasser ziemlich schnell aufsaugen. Deswegen laufen die Argentinier eben auch immer mit einer Thermoskanne für das heiße Wasser unter dem Arm rum. Getrunken wird das ganze dann mit der sog. „Bombilla“, eine Art Strohhalm aus Metall oder Holz, mit einem Filter unten, damit nur Wasser durch kommt. Der Geschmack ist leicht bitter und somit gewöhnungsbedürftig aber für was gibt es denn Zucker? Naja, die Trinkgefäße sind definitiv das Souvenir Nummer eins in Argentinien, überall kann man sie kaufen und zwar in den verschiedensten Farben, Formen und Materialien, die man sich vorstellen kann! Das Argentinische Spanisch hat übrigens den extremsten Akzent von allen Ländern. Ich nenne es das Spanische Schwäbisch.

    In Salta habe ich nicht viel unternommen, ich war rel. müde von Bolivien und somit habe ich auf größere Ausflüge verzichtet. Dafür habe ich mich mehr auf das Nachtleben konzentriert. Endlich! gab es Argentinisches Steak mit lächerlich wenig Beilagen (aber wer braucht die denn schon?). Die sog. Penas sind Kneipen, in denen Abends gegessen und Musik gespielt wird. Die Leute sitzen am Tisch mit ihren Gitarren und singen zusammen bzw tanzen einheimische Tänze. Sehr sympathisch das Ganze. In Argentinien wird übrigens sehr spät gegessen, Abendessen um 22 Uhr ist normal und auch gegen Mitternacht laufen die Küchen noch heiß. Die Argentinier wissen, wie man genießt, gutes Fleisch gehört ebenso wie ein Nachtisch immer auf den Tisch bzw. auf den Teller!

    Von Salta nach Buenos Aires, schlappe 20 Stunden und ich war dort! Ist schon eine riesige Stadt, sehr beindruckend. Ich bin viel herumgelaufen, Sightseeing gemacht, Abends verschiedene Restaurants ausprobiert und habe ein Fußballspiel im Stadion angeschaut. Letzteres war eins der Highlights, ganz klar. Tango ist auch groß in Buenos Aires, überall wird für Tanzschulen Werbung gemacht und für die Touris gibt es Vorführungen in Restaurants und sogar auf der Straße. Und wenn man irgendwo auf der Welt einen Friedhof besuchen muss, dann den in Buenos Aires. Komplett anders gebaut als bei uns – das berühmteste Grab ist das von Eva Peron (Evita). Und wieso sind die Argentinier eigentlich so verrückt nach Milka Schokolade? Überall findet man die in allen möglichen Ausführungen!

    Von Buenos Aires gings dann wieder in den Norden, nach Puerto Iguazu, eine kleine Stadt nahe dem Länderdreieck Argentinien-Brasilien-Paraguay, die berühmt ist aufgrund der naheliegenden Iguazu Wasserfälle , welche seit kurzer Zeit zu der Naturweltwundern zählen. Die Wasserfälle haben eine Argentinische und eine Brasilianische Seite und auf beiden gibt es einen Park für den man Eintritt bezahlen muss. Viele Leute sagen, die Argentinische Seite hätte ihnen etwas besser gefallen, ich fand beide gleich sehenswert. Extrem spektakulär. Auf den Bildern kann man es erahnen, kommt natürlich nicht ganz rüber.

    Ich war sogar noch einen halben Tag in Paraguay, in der Grenzstadt Ciudad del Este. Der Ort selbst ist zu hässlich, um eine Attraktion an sich zu sein, Elektronikartikel sind allerdings sehr günstig dort. Naja, vor allem für Argentinier, da Elektronik in Argentinien sauteuer ist, kann man nicht anders sagen. Mich haben die Preise jetzt nicht umgehauen, deswegen hab ich auch nichts gekauft. Und nach ein paar Stunden war ich dann auch genug genervt von den Straßenhändlern, die unermüdlich versuchen, ihre Gürtel, Socken, Uhren und eine Million andere Sachen an den Mann zu bringen. Darum gings dann wieder schnell zurück ins im Vergleich geradezu idyllische Puerto Iguazu.

  • Bolivien – Die Minen von Potosí

    Aug. 9th 2012

    By: skywalker83

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    Ein letztes Abenteuer in Bolivien. Aber das hatte es in sich! Von La Paz fuhr ich nach Potosí, mein zweitletzter Nachtbus in Bolivien. Um 5 Uhr morgens kam ich an- stieg in ein mehr oder minder vertrauenserweckendes Taxi und lies mich zu meinem Hostel fahren. Glück gehabt, ein kompletter Schlafraum für mich alleine. Erst mal etwas Schlaf nachholen, dann Frühstück. Ist ja inklusive- Marmelade, Brötchen, Tee. Natürlich Koka Tee. Den Tag über schlendere ich durch die Stadt. Kalte Luft, Winter und 4000m Höhe. Potosí ist die höchst gelegene Grossstadt der Welt. Das Atmen fällt schwer, vor allem wenn man zwischendurch beim gehen die Luft anhält, weil man die Abgase nicht einatmen will.

    Die größte Touristenatttaktion ist die ehemalige Silbermine. Silber gibt es keines mehr, gearbeitet wird immer noch. Andere Mineralien wollen auch noch abgebaut werden. Also schrieb ich mich am zweiten Tag für die Minentour ein. Antonio, der hosteleigene Tourguide war früher selbst Minenarbeiter. Verrückter und witziger, kleiner Bolivianer. Zuerst gings auf den Miners-Market; erst mal Geschenke für die Minenarbeiter kaufen: Kokablätter, Zigaretten, 96%iger Alkohol, Dynamit. Das übliche eben. Dann gings mit dem Jeep auf den Berg und dann die erste Leiter runter in die Mine. Nur unsere Lampe am Helm gibt uns Licht. Die enge ist teils sehr beklemmend und die Luft staubig-stickig. Manche Klettereinlagen erfordern volle Konzentration. Am ersten Schrein angekommen. Die Minenarbeiter beten Teufelsstatuen an, damit Ihnen Sicherheit und reine Mineralien gegeben werden. Alkohol und Kokablätter werden über den Steinfiguren verschüttet. Die Figuren sind mit Girlanden geschmückt- sieht fast ein bischen wie unsere Fasnacht aus. Die Kletterpartien werden schwieriger, Dunkelheit und schiefe Leitern prägen unseren Weg. Wir treffen immer wieder Minenarbeiter und schenken ihnen etwas. Gegen Ende kommt dann die lange ersehnte Dynamitdemonstration. Wir müssen uns hinhocken, Antonio verschwindet hinter einer Ecke und kommt kurz darauf zurück und setzt sich zu uns. Wir müssen uns die Ohren zuhalten; kurz darauf die Explosion. Dumpf und laut und wir spüren die Druckwelle. Kein wirklich schönes Gefühl. Am Ende sind wir alle sehr froh, wieder die Leiter zum Tageslicht nehmen zu können und sind um eine sehr interessante Erfahrung reicher. Ich bereue es nicht, aber weiß auch nicht, ob ich nochmal reingehen würde. So ein Trip gäbs in Europa definitiv nicht- aber wir sind ja in Bolivien- dem coolsten Land in Südamerika 🙂 Ein paar Bilder in der Galerie bzw. bei Picasa!

  • Bolivien – Dschungeltour

    Aug. 2nd 2012

    By: skywalker83

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    Immer noch in Rurrenabaque, zurück von der Pampas Tour. Entscheidungen zu treffen fällt mir ja grundsätzlich nicht immer ganz leicht, deshalb war ich dann im Endeffekt froh, das die Airline Tam meine Reservierung für den Rückflug nach La Paz verschlampt hatte und ich weitere 5 Tage auf den nächsten verfügbaren Flug warten musste. So war es nämlich ziemlich eindeutig, dass ich auch noch eine Tour in den Regenwald/Dschungel oder eben Spanisch „Selva“ buchen würde. 5 Tage in Rurre rumzusitzen wäre dann doch etwas öde gewesen.

    Diesmal buchte ich meinen Flug fix und machte mich dann auf die Jagd nach der besagten Dschungeltour. Im Endeffekt entschied ich mich für die Veranstalter „Mashaquipe“, da diese mehrfach empfohlen wurden, unter anderem aufgrund von umwelfreundlichen Methoden, einheimischer Guides und da sie die Einnahmen an die einheimischen Gemeinden weiter geben.

    Der Zeitrahmen war wieder der gleiche, 3 Tage, 2 Nächte. Diesmal wurde uns eine lange Jeep Fahrt erspart, wir stiegen direkt beim Fluss „Beni“ auf das Boot, welches uns erst mal an den Eingang des „MADIDI NATIONAL PARKS“ brachte, wo wir unser Ticket kaufen mussten. Sowas ist in der Regel nicht im Preis enthalten.

     

     

     

     

     

    Wenig später hielten wir erneut, um eine der besagten einheimischen Gemeinden im Dschungel zu besuchen. Uns wurde gezeigt, wie aus Zuckerrohr Saft gewonnen wird und zu einer Art Limonade verarbeitet wird. Wir durften die Presse auch einmal selbst bedienen und unser eigenes Zuckerwasser herstellten.

    Ca. 2 Stunden später flussaufwärts kamen wir an der Lodge an, wo unser Gepäck ausgeladen wurde und wir unsere Zimmer bezogen. Schon erstaunlich, wieviel Luxus man auch in solch abgelegen Orten finden kann. Alles für die Touris eben. Es gab nette Bungalows mit Betten, Moskitonetzen, richtige Toiletten und Duschen. In der wunderschönen Anlagen fand sich auch der Speisesaal, nennen wirs mal so, und eine gemütlich Relaxecke, welche aus zwischen Bäumen gespannten Hängematten bestand.

    Am ersten Tag gabs dann gleich unseren ersten Spaziergang durch den Regenwald. Anders als in den Pampas ist es wirklich nicht einfach, Tiere zu sehen, da der Wald schon sehr dicht ist. Dafür erklärte uns unser sehr sympathischer Guide vieles über die Planzen und Bäume und für welche medizinischen Zwecke diese verwendet werden. Er konnte außerdem nach eigener Aussage 40 Tierlaute nachmachen. Ein paar hat er uns auch vorgeführt und direkt ein paar Kapuziner Affen angelockt. Als diese nahe genug waren, um ihren Irrtum zu bemerken, zogen sie verärgert ab. Ziemlich witzig.

    Die Verpflegung war mal wieder sehr gut, wobei tendenziell fast zu vielseitig, so dass die Verdauung kaum hinterher kommt. Aber besser mal keine Details.

    In der ersten Nacht schliefen wir im Camp, in der zweiten zelteten wir im Dschungel. Gekocht wurde dann quasi überm Lagerfeuer. Ein tierisches Highlight gab es allerdings doch: An einem Aussichtspunkt hoch über dem Regelwald konnten wir einige Papageien beobachten, auf einem Baum sitzend und im Flug über die Baumkronen.

    Am letzten Tag bauten wir zusammen mit dem Guide noch ein Floss mit dem wir dann von unserem Camp zurück zur eigentlichen Lodge trieben.

    Zum Schluss wurde noch tradioneller Schmuck aus natürlichen Objekten wie Nüssen hergestellt. Ziemlich beidruckend, was die Jungs da so hinkriegen. Habe die Halskette allerdings dann gleich am nächsten Tag irgendwo verloren- tja, typisch.
    Insgesamt hat sich der Trip dann auch sehr gelohnt, da er anders als die Pampas war und dennoch auf andere Weise interessant.

    Zurück in Rurrenabaque hatte ich dann nochmal 1,5 Tage Zeit bis zu meinem Rückflug nach La Paz. Mehr Bilder von der Tour bei Picasa!

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