Mit dem Nachtbus gings von La Paz nach Uyuni, gute 10 Stunden durch eisige Kälte und holprige Wüste. Die schlimmste Busfahrt bisher vor allem wegen der Temperaturen. Als wir morgens um 5 Uhr in Uyuni ankamen, mussten wir noch 2 Stunden im Bus sitzen bleiben, da um diese Uhrzeit noch gar nichts draußen los ist. Die Scheiben waren gefroren, Uyuni ist eine der kältesten Orte auf diesem Planeten- da halfen auch die Decken nichts.
Uyuni selbst ist wie gesagt ein unwirtlicher Ort mit Frostbeulengarantie, übersäht mit Italienischen Restaurants für die Touris und zahlreichen Agenturen, welche die Reisenden buchstäblich in die Salzwüste schicken. Ein Standardtrip dauert 3 Tage, 2 Nächte, ist ebenfalls sehr kalt sobald die Sonne verschwindet, aber jeden Cent wert dank der spektakulären und bizarren Landschaften, die man zu sehen bekommt.
Direkt am gleichen Tag sind wir noch los, Tessa und ich teilten uns den Jeep mit dem Fahrer, Guide und einer Koreanischen Familie.
Am ersten Tag besuchten wir einen Eisenbahnfriedhof und danach das Highlight: die Salzwüste, die früher mal ein Ozean war. Unwirklich, fast schneeartig breitete sich die riesige weiße Fläche vor uns aus. Wir kletterten auf einer von Kakteen übersääten „Insel“ herum, faszinierende Aussichten von oben…
In der ersten Nacht gingen die Temperaturen noch, in der zweiten wars trotz zig-Lagen Klamotten und 4 Decken kalt. Die Behausungen waren auch nur einfache, aus Salzblöcken gebaute Häuser ohne jegliche Heizung. Das Essen war prinzipiell in Ordnung- die heiße Suppe obligatorisch. Jeden Tag gab es andere Landschaften zu sehen, am zweiten stand eine Lagune mit Flamingos im Vordergrund. Am dritten Tag auch nochmal farbige Lagunen, Geysire auf 5000 Meter Höhe und Wüstenlandschaft mit schneebedeckten Bergen und Vulkanen. Die Koreaner wurde am Ende des Tages Nahe der Chilenischen Grenze abgesetzt und sie fuhren mit dem Bus weiter. Achja, davor gabs noch ein lange ersehntes Bad in natürlichen heißen Quellen direkt nach Sonnenaufgang.
Am Abend des dritten Tages waren wir nach mehrstündiger Jeepfahrt wieder zurück in Uyuni und erfreuten uns einer laumwarmen Dusche in einem eisigen Hostel. Wir blieben sogar noch zwei weitere Nächte dort um uns das Deutschland-Italien Spiel anzuschauen. Naja.
Am Tag nach dem Spiel musste Tessa um 6 Uhr morgens auf ihren Bus. Sie hatte noch eine Woche Zeit bis zu ihrem Rückflug nach London. Für sie gings in Richtung Argentinien, Iguazu Fälle, dann Rio de Janeiro. THANKS FOR 4 PERFECT MONTHS AND CU IN SEPTEMBER!
Zum ersten Mal seit vielen Wochen war ich wieder alleine unterwegs und stieg ein paar Stunden später ins Flugzeug nach Sucre, da ich mir die Busfahrt nicht antun wollte. -> viele Bilder von der Tour in der Galerie



