Nachdem wir von Galapagos zurückehrten, gings zügig über die Grenze nach Peru. Es ist interessant, wie unterschiedlich die Länder in Südamerika doch nicht. Peru ist definitiv das ärmste Land, das wir bis dahin gesehen hatten. Ganz groß in Peru sind die kleinen Mototaxis, motorisierte „Kinderwägen“, in denen ein Fahrer und 2 Fahrgäste Platz haben. Ziemlich windig, da offen und keine Fenster und „spannend“, wenn man neben einem LKW im chaotischen Verkehr herfährt. Wir sind dann auch recht schnell nach Lima gereist. Schlappe 20 Stunden Busfahrt. Die Busse in Peru gehören allerdings zu den besten, die ich bisher gesehen habe. Gemütliche Sitze, große Fenster, Toiletten, sogar Internet gabs. Aber das funktionierte nur manchmal. Egal, Fakt ist, in Peru kann man sicher und gut Bus fahren. Die Panamerica (Hauptstraße, die sich durch den ganzen Kontinent zieht) führt in Peru meist an der Küste entlang. Auf der einen Seite sieht man den Pazifischen Ozean, auf der andere die karge Wüstenlandschaft. Dahinter kommen die Anden und hinter den Bergen fängt der Regenwald an. Auch Peru hat eine unglaubliche Vielfalt.

Die Hauptstadt Lima hat uns nicht wirklich umgehauen, aber ein paar Tage kann man auch dort verbringen um sich die wichtigen Plätze mal anzusehen.

Unser nächstes Ziel war Nazca, ein unspektakulärer Ort, der durch die rätselhaften Linien im Boden der umliegenden Wüste berühmt wurde. Wir selbst haben den Rundflug nicht gemacht, aber auch von Aussichtstürmen und von Hügeln aus kann man die Formen betrachten. Man glaubt, das einheimische Völker mit den Göttern kommunizieren wollten. Ausserdem haben wir noch alte Gräber besichtigt, in denen Original Mumien lagen. Recht interessant…

 

Was natürlich jeder macht in Peru: Cusco und Machu Picchu. Und das war auch unser nächstes Ziel. Cusco ist eine wunderschöne antike Stadt mit Inkahistorie. Früher Mittelpunkt der Inkas ist Cusco heute der Ausgangspunkt für alle Reisenden um sich diverse Inkaruinen anzuschauen. Und das lohnt sich definitiv- Machu Picchu steht außer Frage, vielleicht das Highlight des ganzen Kontinentes, aber auch andere ehem. Inkasiedlungen sind spektakulär; die Landschaft, die Berge und die beeindruckende Bauweise.

Um Cusco herum gibt es wunderschöne Wanderungen und besonders der Tag und die Anreise nach Aguas Calientes/Machu Picchu waren ein tolles Erlebnis, welches allerdings auch mit viel Schweißarbeit verbunden war! Wir wählten die alternative Route, welche länger und anstrengender ist, dennoch reizvoll und auch billiger. Morgens früh gings in Cusco los mit dem ersten von 3 Kleinbusen an diesem Tag, bevor wir dann nach mehrstündiger Reise zu Fuß die letzten 20 Kilometer an den Bahngleisen entlang zurücklegten.

 

Die Nacht in Aguas Calientes war kurz, um 5 Uhr morgens spazierten wir noch im Dunkeln los und erreichten die Tore von Machu Picchu nach einem sehr steilen Anstieg um 6.30 Uhr. Der frühe Aufwand lohnt sich, der Sonnenaufgang über der antiken Inkastadt ist sehenswert. Den ganzen Tag wanderten wir durch die Ruinen und kletterten auch auf Hyana Picchu, den Berg dahinter- sehr schweißtreibend aber die Aussicht von oben ist atemberaubend. Mehr Bilder in der Gallerie!