Flight to Panama CityVorbereitungen im Flieger...Nach ca. 19 Studen Reise (11 Stunden Flüge plus 8 Stunden Transfer- und Wartezeiten) kam ich also in Panama Stadt an. Eigentlich machen mir lange Reisen rel. wenig aus. Im Flugzeug schaut man einen Film, unterhält sich mit dem Nachbarn oder träumt vor sich hin (darin bin ich ja sowieso schon immer Experte gewesen 🙂 ). Einzig die Phasen, wenn man richtig müde ist und nicht schlafen kann, nerven dann doch etwas und man wünscht sich ein richtiges Bett.

1000g Carne (Hackfleisch)
Aber egal, zum ersten mal Lateinamerikanischen Boden betreten und gleich am Flughafen und anschließend am Taxistand gemerkt, dass die Sprache hier wohl die größte Hürde werden wird.

Habe es aber dann doch geschafft, dem Taxifahrer den Zettel unter die Nase zu halten, auf dem die Adresse meiner Unterkunft stand, und kam somit ohne größere Probleme ans Ziel. Mein Gastgeber, Ramses, war wirklich sehr nett. Ein ruhiger Typ, 45 Jahre alt, Junggeselle. Abgesehen von mir war noch ein anderer Couchsurfer da, Daniel aus Brasilien. Ramses hat erzählt, er hat fast immer Gäste. Er arbeitete in einem Büro ganz in der Nähe, ging morgens früh aus dem Haus und kam Abends wieder. Normale Bürozeiten eben. Wir durften aber die ganze Zeit über in der Wohnung bleiben und hatten jeweils einen Ersatzschlüssel für die Wohnung- wirklich sehr praktisch. Das ganze war sowieso mehr wie ein Hotel. Das Gästezimmer war mit 2 vollwertigen Betten ausgestattet, nix Couch oder so 🙂 Und zum Dank wird dann auch mal 1 KG Hackfleisch gekocht 🙂Panama City

Am zweiten Tag hab ich dann zum ersten Mal Panama City erkundet. Habe mich in eine riesige Shopping Mall fahren lassen, dort bei Subway Mittag gegessen, dann noch über einen Markt in der Stadt gelaufen. Panama Armbändchen und Trauben gekauft. Naja, weniger spektakulär. Was direkt auffällt, die Stadt ist ziemlich laut, das kommt natürlich vor allem von den alten amerikanischen Autos, die einfach einen Höllenlärm machen. Vor allem die Busse, welche hier „Diablo Rojo“ (Roter Teufel) genannt werden, hören sich an wie ein startendes Flugzeug. Trotzdem muss man mal damit gefahren sein, vor allem weil es auch das billigste Transportmittel ist. Und man hat gute Chancen, der einzige Ausländer im Bus zu sein. Wir sprechen hier übrigens von ehemaligen Schulbussen aus den USA, die gelben, hat jeder schon mal in diversen Filmen gesehen. Gelb sind sie hier aber nicht mehr, sondern ziemlich kreativ und bunt bemalt. Ganz witzig eigentlich.

Ja und dann kam endlich der Herr Schlicht an. Dominik, ein Freund von mir aus Köln, kam für 10 Tage zu Besuch. Leider gab es ein Problem mit seinem Flugzeug, weshalb er 1 Tag in Atlanta fest saß. Aber dann… Panama City, Bocas del toro, Boquete. Das waren unsere gemeinsamen Stationen. In der Hauptstadt natürlich erst mal das Pflichtprogramm absolviert, Besuch am Panama Kanal. Zugeschaut, wie ein großer Frachter durch die Miraflores Schleuse … geschleust wurde. Bier inklusive.

Nach 2 Tagen ging es dann aber endlich ab Richtung Karibikküste nach Bocas del Toro. Es gibt einen Bus dorthin, mit dem dauert es ca. 8-10 Stunden. Wir haben die schnellere, wenn auch etwas teurere Variante gewählt, das Flugzeug. In einer Stunde von Panama City nach Bocas Town mit einem Mini Flughafen. Das Gepäck wurde per Hand ausgegeben, elektrische Rollbänder gab es nicht.Bastimentos in Bocas

Bocas ist ein typischer Karibikortfür Touris, Restaurants, Bars, Party und Strand in gemütlicher Atmosphäre. Hier überarbeitet sich keiner. Und wir auch nicht! Sind 3 Tage dort geblieben und haben in der Zeit auch noch eine andere Insel besucht, auf der es nochmal deutlich ruhiger zugeht. Dafür gab es aber einige sehr schöne Strände zu sehen, umgeben von Regenwald.Kaffee Bohnen

Nach Bocas ging es dann ab nach Boquete, ein kleiner Ort im Hochland von Panama. Nach mehrstündiger Busfahrt durch nicht unspektakuläre Landschaften waren wir schließlich dort angekommen. Bekannt ist die Region unter anderem für den Kaffee, der dort angebaut wird. Hat wohl schon diverse Male die Goldmedaille bei internationalen Wettbewerben gewonnen. Und wir haben auch eine „Kaffee-Tour“ gemacht, sprich eine Führung über eine Kaffeeplantage und ein Werk. Der Führer war sehr witzig und kompetent und wusste wie zu erwarten sehr viel über Kaffeeanbau und Herstellung. Achtung: Kein Nescafe mehr trinken!! 🙂Dominik & Lukas, die Kaffeetester

Dominik musste leider nach 3 Nächten in Boquete den Heimweg antreten und ich war wieder „alleine“. Aber hey, danke nochmal für deinen Besuch, falls du das hier liest! Hat mich echt gefreut!! Jederzeit wieder.

Was ist seit dem passiert?
Nach ein paar weiteren Tagen und kleinen Wanderungen in Boquete gings dann für 3 Nächte ins Lost&Found Hostel. Relativ berühmt, da mitten in der Natur in den Bergen, kein Internet, einfach sehr abgelegen. Aber auch dort kommt man auf seine Kosten, vor allem, wenn man wirklich mal der Zivilisation entfliehen will. Affen hüpften manchmal in den Bäumen herum und nachts gab es dicke Leuchtkäfer zu sehen. Einen kompletten Tag hab ich dort mit einer Schnitzeljagd durch den Wald und um einen Fluss herum verbracht. Ziemlich anstrengend aber hat Spaß gemacht. Und einen weiteren spektakulären Wasserfall gabs noch obendrauf.Secret Falls

Momentan bin ich wieder zurück in Bocas für ein paar Tage am Red Frog Beach. In 2 Tagen gehts dann aber zurück nach Panama City und von dort aus wird endlich der Segeltrip nach Kolumbien organisiert. Habe mich entschieden, nicht erst nach Costa Rica zu fahren.

Ja und was macht das Spanisch? Noch nicht so viel! 🙂